02.12.12

Steuerhinterziehung

Credit Suisse zahlte 149 Millionen Euro Geldbuße

Die Schweizer Großbank hat sich mit der Staatsanwaltschaft außergerichtlich auf ein Bußgeld geeinigt. Das fiel so hoch aus, weil die Bank-Geschäftsleitung die Steuerhinterziehung gefördert hatte.

Foto: dapd

Credit Suisse ist die zweitgrößte Bank in der Schweiz
Credit Suisse ist die zweitgrößte Bank in der Schweiz

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat im Zusammenhang mit Steuerhinterziehung deutscher Kunden eine Geldbuße in Höhe von 149 Millionen Euro gezahlt. Bank-Sprecher Marc Dosch bestätigte "Bild am Sonntag" die Zahlung bereits Ende vergangenen Jahres. Grundlage sei eine außergerichtlichen Einigung mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf gewesen.

Ungeachtet der außergerichtlichen Verständigung hat das Düsseldorfer Landgericht in einem jetzt veröffentlichten Beschluss (Az. 10 KLs 14/11) aktenkundig gemacht, wie leicht die Bank den deutschen Kunden die Steuerhinterziehung gemacht hat, schreibt das Blatt.

Laut dem Beschluss sei die Strafe auch deshalb so hoch ausgefallen, weil nach Überzeugung des Gerichts in den Fall ein Mitglied der erweiterten Bank-Geschäftsleitung verstrickt war. Der Manager habe "wissentlich die Steuerhinterziehung der deutschen Kunden gefördert, anstatt sie zu unterbinden".

Stellenabbau bei Credit Suisse in London

Erst vor wenigen Tagen ist bekannt geworden, dass die Credit Suisse im Rahmen ihres Kostensenkungsprogramms in Großbritannien rund 100 Investmentbanking-Stellen abbauen wird. Die Kürzungen sollen in den kommenden 90 Tagen erfolgen und vor allem das Aktien-, Zins- und Beratungsgeschäft treffen, unter Berufung auf eine mit der Situation vertraute Person.

Ende Oktober hatte die zweitgrößte Schweizer Bank den Sparkurs angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds verschärft. Credit Suisse will die Kosten nun bis Ende 2015 um vier und nicht mehr nur um drei Milliarden Franken drücken. Wie viele Arbeitsplätze das insgesamt kosten kann, will die Bank nicht sagen.

Quelle: dapd/Reuters/dma
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