Wegen Frankreich

Euro-Rettungsschirm verliert bei Moody's sein Spitzenrating

Die Ratingagentur hat die Bonitätsnote des Euro-Rettungsschirms reduziert. Hauptgrund ist die schlechte Bonität Frankreichs.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Der Euro-Rettungsschirm büßt sein Spitzenrating ein. Die US-Agentur Moody's senkte die Bonitätsnoten von ESM und EFSF von "Aaa" um eine Stufe auf "Aa1". Der Ausblick für beide bleibt negativ. Das heißt, es drohte eine weitere Absenkung.

Die Abstufung sei unter anderem eine Folge der schlechteren Bonität des Euro-Schwergewichts Frankreich, erklärte Moody's am späten Freitagabend in Frankfurt.

Von "Aaa" auf "Aa1"

Moody's hatte Frankreich vor einer guten Woche ebenfalls von "Aaa" auf "Aa1" abgestuft. Das hatte die Ratingagentur damit begründet, dass sich Frankreichs langfristige wirtschaftliche Wachstumsaussichten eingetrübt hätten.

Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) ist der Nachfolger des zeitlich begrenzten Rettungsschirm EFSF. Ein schlechteres Rating kann grundsätzlich die Aufnahme von frischem Geld verteuern und erschweren.

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