Verseuchte Früchte
EU nimmt Erdbeeren aus China genau unter die Lupe
Nach dem Norovirus-Fund im Oktober sind nun Erdbeeren mit noch gefährlicheren Erregern entdeckt worden. Das ruft die EU auf den Plan: Künftig soll strenger kontrolliert werden.
Nach den massenhaften Magen-Darm-Infektionen im Osten Deutschlands im Herbst, deren Ursache Tiefkühlerdbeeren aus China waren, plant die EU nun spezielle Kontrollen dieser Früchte aus der Volksrepublik.
Die Mitgliedstaaten der EU werden am Dienstag in Brüssel über besondere Einfuhrkontrollen beraten, teilte das Bundesverbraucherministerium mit. Die Erdbeeren sollen demnach verstärkt auf Noroviren und Hepatitis-A-Viren untersucht werden.
Norovirus löste Brechdurchfall aus
Ein Norovirus in einer Portion Tiefkühlerdbeeren aus China war im Oktober auch eindeutig als Auslöser des akuten Brechdurchfalls identifiziert worden, an dem in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin über 10.000 Menschen erkrankt waren.
Laut Bundesverbraucherministerium wurden in dieser Woche und der vergangenen Woche bei amtlichen Kontrollen Hepatitis-A-Viren in Erdbeeren aus China nachgewiesen; ein niedersächsischer Hersteller rief daraufhin seine Tiefkühl-Erdbeer-Joghurtschnitten zurück.
Experten reisen nach Peking
Bei den belasteten Erdbeeren vom Oktober und den jetzt verunreinigten handelt es sich aber um unterschiedliche Produkte unterschiedlicher Hersteller, wie ein Ministeriumssprecher betonte. Daher müsse nun vor allem die Ursache der Verunreinigung untersucht werden.
Lebensmittelsicherheitsexperten der Regierung reisen demnach an diesem Wochenende nach Peking, um mit den Behörden vor Ort über den aktuellen Fall zu sprechen.


















