30.11.2012, 10:22

Schlecker-Pleite Österreicher will 600 frühere Schlecker-Filialen übernehmen

Foto: Martin Gerten / dpa

Nach der Schlecker-Pleite will ein Investor einige Schlecker-Geschäfte in Deutschland als „Dayli“ wiederbeleben. Er verspricht 3000 Jobs.

Der österreichische Investor Rudolf Haberleitner will im kommenden Jahr etwa 600 ehemalige Filialen der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker in Deutschland wiederbeleben. "Ich gehe davon aus, dass wir Ende nächsten Jahres, abhängig von der Geschwindigkeit unserer Expansion, in Deutschland bis zu 3000 Mitarbeiter beschäftigen werden", sagte Haberleitner in einem am Freitag auf "Handelsblatt Online" veröffentlichten Interview .

Der 67 Jahre alte Wiener ist ein erfahrener Firmensanierer. Er hatte im August bereits 1350 Filialen in Österreich und einigen anderen europäischen Ländern vom Schlecker-Insolvenzverwalter übernommen. Die Geschäfte mit dem Namen "Dayli" bieten neben Drogerieartikeln auch Lebensmittel sowie die Vermittlung von Dienstleistungen und E-Commerce an. Mit dem gleichen Konzept sollen auch die ehemaligen deutschen Schlecker-Filialen wiederbelebt werden.

Schlecker hatte im Januar Zahlungsunfähigkeit angemeldet und war letztlich zerschlagen worden. Zum Zeitpunkt der Insolvenz hatte die Kette allein in Deutschland noch rund 5000 Filialen. Mehr als 10.000 vor allem weibliche Beschäftigte verloren ihre Jobs. Am vergangenen Mittwoch war noch ein Großteil des Inventars wie Regale oder Gabelstapler versteigert worden.

(dapd/alu)
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