29.11.12

Moderates Wachstum

US-Wirtschaft zittert vor der Fiskalklippe

Die Zitterpartie um den US-Haushalt macht der amerikanischen Wirtschaft zu schaffen. Sie hofft auf steigende Konsumausgaben im Weihnachtsgeschäft und eine schnelle Einigung im Etatstreit.

Foto: dapd

Der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses John Boehner (l.) und Präsident Barack Obama (r.): Im Haushaltsstreit deutet sich eine Einigung an
Der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses John Boehner (l.) und Präsident Barack Obama (r.): Im Haushaltsstreit deutet sich eine Einigung an

Die US-Wirtschaft wächst nach Einschätzung der Notenbank Fed weiter nur mit gemäßigtem Tempo. Im neuen Konjunkturbericht der Federal Reserve Bank hieß es zudem, die Unternehmen hätten in den vergangenen Wochen moderat neue Mitarbeiter eingestellt.

Mit dieser Bestandsaufnahme konnten die Notenbanker Sorgen über eine weiter nur schwache Konjunkturentwicklung der weltgrößten Volkswirtschaft kaum ausräumen. In den meisten Bezirken hätten die Verbraucherausgaben etwas zugelegt, erklärte die Fed allerdings mit Blick auf generell eher positive Erwartungen an das Vorweihnachtsgeschäft. Die US-Wirtschaft hängt in großem Umfang von den Konsumausgaben der Amerikaner ab.

Schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt entwickelt sich für amerikanische Verhältnisse jedoch äußerst schwach. Die Arbeitslosenrate stieg im Oktober leicht auf 7,9 Prozent. Die Zahlen für November werden in der kommenden Woche erwartet.

Auch am Immobilienmarkt, auf dem die Krise 2007 begann, sind nur vereinzelt Hoffnungszeichen auszumachen. Als Rückendeckung für ihre Konjunkturprogramme und Niedrigzinsen dürften die US-Notenbanker dagegen werten, dass sie kaum Zeichen für Preisdruck feststellen konnten.

Industrie zittert vor Fiskalklippe

Der amerikanischen Industrie macht die Zitterpartie um den US-Haushalt zu schaffen, wie die Fed in ihrem "Beige Book" weiter mitteilte. In fünf von zwölf Bezirken hörte die Fed demnach, dass der Blick ins kommende Jahr der Branche Kopfschmerzen bereite.

Sollten sich Demokraten und Republikaner nicht auf einen Haushaltskompromiss einigen können, drohen den USA zur Jahreswende automatisch Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen. Über diese "Fiskalklippe" könnte die USA erneut in die Rezession abgleiten. Am Mittwoch signalisierten beide politischen Lager aber Zuversicht.

US-Präsident Barack Obama und der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, zeigten sich zuversichtlich, dass Demokraten und Republikanern eine rechtzeitige Einigung gelingen und damit der drohende Rückschlag für die Konjunktur abgewendet werden kann. Beide Seiten haben noch bis zum Jahresende Zeit.

Asiatische Börsen hoffnungsvoll

Die Hoffnung auf eine Einigung steckten die Börsen in Fernost an. Die Kursgewinne an der Wall Street ermunterten die Anleger in Asien zu Aktienkäufen. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Prozent höher mit knapp 9401 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg ebenfalls ein Prozent auf 779 Stellen.

An den fernöstlichen Devisenmärkten notierte der Euro notierte mit 1,2950 Dollar wenig verändert zu seinem New Yorker Schlusskurs am Mittwochabend.

Quelle: Reuters/cat
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