26.11.12

Technikpanne

50.000 Gutscheine bei Otto – doch alle falsch

Rabatt-Panne beim Versandhändler Otto: Am Sonntag konnten Kunden online beliebig oft mit nicht autorisierten Gutscheinen von bis zu 400 Euro einkaufen. Jetzt wurden die Bestellungen storniert.

Von Birger Nicolai
Foto: picture-alliance / dpa

Der Versandhandel Otto muss etliche Bestellungen stornieren. Kunden hatten mit nicht autorisierten Gutscheinen online eingekauft
Der Versandhandel Otto muss etliche Bestellungen stornieren. Kunden hatten mit nicht autorisierten Gutscheinen online eingekauft

Der Versandhändler Otto muss eine schwere Panne eingestehen: Am Sonntagabend konnten Onlinebesteller bei dem Hamburger Versandhaus beliebig oft mit bestimmten Gutscheinen einkaufen. Allerdings waren dies stets die gleichen Scheine mit nicht autorisierten Gutscheincodes.

Das Unternehmen bemerkte den Fehler erst Stunden später, hat mittlerweile aber die auf diesen Fehler zurückgehenden Bestellungen storniert. Die Preisspanne der Gutscheine reichte nach Angeben einer Otto-Sprecherin von 88 Euro bis zu 400 Euro.

Die Codes waren über soziale Netzwerke in Umlauf gekommen. Innerhalb weniger Stunden gingen rund 50.000 Bestellungen in Verbindung mit diesen falschen Gutscheincodes bei Otto ein.

Technikfehler sorgt für Aufsehen

Schon einmal gab es bei dem Unternehmen einen Technikfehler, der für Aufsehen sorgte. Im Sommer 2009 bekam Otto den Ärger einiger Kunden zu spüren, nachdem durch einen Fehler auf der Website hochwertige Notebooks zu Schnäppchenpreisen von 29,99 Euro und 49,95 Euro angeboten worden waren.

Während einer mehrstündigen Panne waren damals nach Firmenangaben von diesen Angeboten 6534 Computer verkauft worden. Begründung des Unternehmens: Ein Mitarbeiter von Otto hatte einen falschen Preis für die Laptops vom Typ Apple MacBook Air eingegeben, die zu dem Zeitpunkt normalerweise bis zu 1700 Euro kosteten.

Otto schrieb einen Entschuldigungsbrief und gab den Betroffenen einen Warengutschein im Wert von 100 Euro. Den richtigen Preis aber mussten die Kunden zahlen – die Rechtslage für Kaufverträge war eindeutig.

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Die Otto-Gruppe
  • Umsatz

    Die Otto Group, der größte Versandhändler und zweitgrößte Onlinehändler der Welt, hat schon bessere Zeiten gesehen: Im Geschäftsjahr 2011/12, das am 29. Februar endete, ist der Umsatz lediglich um 1,7 Prozent auf 11,6 Milliarden Euro gestiegen. Schwach liefen Verkäufe bei den Tochterfirmen Otto Versand und Heine sowie in Frankreich bei 3 Suisse und in Großbritannien bei Freemans Grattan. Höhere Umsätze erzielten dagegen Schwab, Sport Scheck oder Otto Russia. Auch die Finanzierungsgeschäfte der EOS-Gruppe sowie die Tochter Hermes legten zu.

  • Gewinn

    Düster sieht es beim Gewinn aus: Als Vorsteuerergebnis schaffte der Konzern gerade noch 55 Millionen Euro, im Geschäftsjahr davor waren es 247 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss brach von 181 Millionen Euro im Jahr zuvor auf 23 Millionen Euro ein. Hauptgründe waren Verluste der Frankreich-Tochter 3 Suisse, die Ertragsschwäche im deutschen Versandhandel sowie Kosten für Restrukturierungen und IT. Ohne die gut laufende Finanz-Tochter EOS wäre ein Verlust angefallen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 3400 – hauptsächlich wegen eines neuen Gemeinschaftsunternehmens in Brasilien.

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