26.11.12

Deutsche Bahn

Lieferung des neuen ICE wegen Bremsproblemen verzögert

Siemens kann die neuen ICE-Züge nicht termingerecht liefern. Schuld sind bislang ungelöste Software-Probleme mit den Bremsen.

Foto: dpa
ICE-Zug der dritten Generation: Die Lieferprobleme des Siemens-Konzerns bei den neuen ICE-Zügen gehen auf Probleme bei der Software zurück
ICE-Zug der dritten Generation: Die Lieferprobleme des Siemens-Konzerns bei den neuen ICE-Zügen gehen auf Probleme bei der Software zurück

Die Lieferprobleme des Siemens-Konzerns bei den neuen ICE-Zügen gehen offenbar auf Probleme bei der Software für die Steuerung der Bremsen zurück.

Das Kommando zum Anhalten des ICE-Zuges "irre" etwa eine Sekunde lang durch den Rechner, bevor es umgesetzt werde, berichtet das Magazin "Der Spiegel".

Software-Probleme bekannt

Bei Tempo 250 komme der Zug bei einer Vollbremsung deshalb erst rund 70 Meter später zum Stehen. Wie lange Siemens brauchen wird, um das Problem zu beheben, sei ungewiss, hieß es.

Der Hersteller kämpfe schon länger mit der Software des neuen ICE. Sie müsse kompatibel sein mit verschiedenen Signalsystemen europäischer Länder, in denen der Zug verkehre. Ursprünglich sollten acht neue ICE 3 von Dezember an fahren.

Die Deutsche Bahn schätzt jetzt, dass sie frühestens in zwei Monaten einsatzbereit sind. Siemens nannte keine Auslieferungstermine.

Probleme auch bei Regionalzügen

Neben den Verzögerung bei der ICE-Flotte kämpft die Deutsche Bahn nun auch mit Lieferproblemen bei Regionalzügen. Eine Bahn-Sprecherin sagte, die beim Hersteller Bombardier bestellten Züge könnte nicht wie geplant mit dem Winterfahrplan am 9. Dezember eingesetzt werden.

Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. Hintergrund sind offenbar Schwierigkeiten bei der Zulassung von 22 Züge des Typs "Talent 2" durch das Eisenbahnbundesamt.

Die Zeitung "Bild am Sonntag" hatte unter Berufung auf Industriekreise berichtet, dass Bombardier die Bahn am Donnerstag über die Zulassungsprobleme informiert habe. Das Eisenbahnbundesamt verwies demnach auf "Daten-Widersprüche" und forderte Bombardier zu einer kurzfristigen Stellungnahme auf.

Der Bombardier-Sprecher zeigte sich davon überrascht: "Wir haben vom Eisenbahnbundesamt bisher keine offizielle Mitteilung erhalten." Weitere Details zu möglichen Mängeln bei den Zügen wollte der Sprecher nicht nennen.

Er verwies aber darauf, dass die Behörde schon über 100 Züge der "Talent"-Reihe zugelassen habe. Insgesamt hat die Deutsche Bahn bei Bombardier 320 Regionalzüge im Wert von rund einer Milliarde Euro bestellt.

Quelle: dpa/Reuters/mim
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