25.11.12

Amazon

Fünf Jahre Kindle – Evolution des E-Book-Readers

Der Verkaufsstart des Kindle Paperwhite fällt mit dem fünften Geburtstag des Readers zusammen. Dem Lesegerät von 2007 folgten weitere Modelle. Auch Android-Tablets gehören jetzt zur Kindle-Familie.

Foto: Jon 'ShakataGaNai' Davis (CC BY 3.0)

Kindle 1 (2007):
Der erste Kindle von 2007 kostete noch stolze 399 US-Dollar und verfügte über einen sechs Zoll großen E-Ink-Bildschirm mit einer Auflösung von 600x800 Pixeln. Die Nutzer konnten den zwei Gigabyte großen internen Speicher, von dem ihnen 1,4 Gigabyte zur Verfügung standen, mit einer SD-Karte erweitern.

11 Bilder

Fünf Jahre nach dem ersten Kindle erscheint am 22. November 2012 mit dem Kindle Paperwhite der neueste E-Book-Reader von Amazon. Zwischen diesen beiden Modellen liegen zehn weitere Geräte und der Siegeszug der elektronischen Bücher.

Amazon verkaufte nach eigenen Angaben seit dem 1. August 2012 für je 100 gedruckte Bücher 108 E-Books. Insgesamt bietet der Online-Händler nach eigener Zählung in seinem Kindle-Shop derzeit über einen Million Titel in elektronischer Form an. Darunter befinden sich mehr als 110.000 deutschsprachige E-Books.

Evolution der Geräte

Den ersten Kindle stellte Amazon-Chef Jeff Bezos im November 2007 vor. Im Rückblick handelte es sich um ein sehr klobiges Gerät, dass schon beim zweiten Modell vom Februar 2009 deutlich schlanker wurde. Bis heute unverändert geblieben ist – von einer Ausnahmen abgesehen – die Größe des E-Ink-Displays.

Egal ob Touschscreen, E-Ink-Display oder Hintergrundbeleuchtung wie beim Paperwhite: Sechs Zoll sind nach Meinung von Amazon die optimale Größe zum Lesen von digitalen Büchern. Dafür sank der Preis des Basis-Modells kontinuierlich von anfangs 399 US-Dollar auf inzwischen 79 Euro.

Im Oktober 2009 startete der offizielle Verkauf des Kindle 2 in Deutschland. Im Januar 2010 folgte der große Kindle DX. Auf den im August 2010 vorgestellten Kindle 3 mussten Käufer in Deutschland noch bis zum April 2011 warten.

Die vierte Version des Kindle erschien im September 2011 gleichzeitig in den USA und in Deutschland. Dieses nur 99 Euro teure Basismodell ergänzte Amazon mit dem Kindle Touch sowie der UMTS-Variante Kindle Touch 3G.

Kindle Fire: Maßgeschneiderte Android-Tablets

Gleichzeitig stellte Amazon im September 2011 mit dem Kindle Fire sein erstes Android-Tablet vor. Das Betriebssystem des Tablets mit einem sieben Zoll großen Touchscreen ist auf die Angebote des Online-Kaufhauses zugeschnitten.

Den Nutzern stehen nach Angaben von Amazon über 22 Millionen Filme, Musik-Titel, E-Books und Apps zur Auswahl. Die Nutzung des Google-Kontos und des Play Store ist nicht vorgesehen.

Der Verkauf des Kindle Fire begann in Deutschland aber erst im Oktober 2012 – zusammen mit dem Kindle Fire HD und dem Kindle Fire HD 8.9. Diese zwei Tablets wirken weniger klobig, bieten höherer Bildschirmauflösungen, schnellere Prozessoren und zum Teil einen größeren Touchscreen. Das Fire HD 8.9, von dem auch eine LTE-Version existiert, verkauft Amazon vorerst aber nur in den USA.

Kindle überall

Neben den Kindle-Geräten bietet Amazon auch Kindle-Software an. Mit diesen können Käufer ihre E-Books auch auf Smartphones mit iOS , Android, BlackBerry oder Windows Phone 7 sowie am Computer mit Windows oder Mac OS X lesen.

Darüber hinaus steht mit dem Kindle Cloud Reader ein Plugin für die Browser Chrome, Firefox und Safari zum Download bereit.

Mehr zum Thema:

Bestenliste: eBook-Reader

Quelle: Computer Bild. Mehr Tests bei computerbild.de.

Die Unterschiede zwischen E-Book und Buch

E-Books sind Handlicher

Egal ob auf einem E-Reader eines oder mehrere Hundert E-Books gespeichert sind: Das Gerät wird dadurch nicht größer oder schwerer.

E-Books sind Vielseitiger

Lesezeichen, Notizen und Randbemerkungen erstellen und später spurlos wieder entfernen: Das geht nur mit E-Books.

E-Books sind günstiger

E-Books sind bis zu 30 Prozent günstiger als Bücher. Vielleser haben die Kosten fürs Lesegerät so schnell wieder reingeholt.

E-Books sind kopiergeschützt

Verleihen, verschenken, verkaufen - bei E-Books ist das sehr schwierig, denn sie sind meist kopiergeschützt und an personalisierte Zugänge gebunden.

Bücher brauchen keine Hilfsmittel

Wer in Büchern schmökern will, muss eigentlich nur lesen können. E Books aber sind ohne Lesegerät komplett nutzlos.

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