23.11.12

Boomender Automarkt

Volkswagen investiert 14 Milliarden Euro in China

Volkswagen will laut Medienbericht in China vier neue Fabriken bauen und dafür die gigantische Summe von 14 Milliarden Euro in die Hand nehmen. Dabei soll der Konzern mit lokalen Partnern kooperieren.

Foto: dpa

Das VW-Logo: Der Konzern setzt voll auf das boomende China-Geschäft und will den Absatz dort mittelfristig verdoppeln
Das VW-Logo: Der Konzern setzt voll auf das boomende China-Geschäft und will den Absatz dort mittelfristig verdoppeln

Volkswagen plant einem Zeitungsbericht zufolge, über die nächsten vier Jahre 14 Milliarden Euro in China zu investieren. Das Blatt "China Daily" berief sich dabei auf VW-China-Chef Jochem Heizmann.

Der deutsche Autobauer, der in der Volksrepublik mit seinen Partnern SAIC Motor und FAW Group Autos produziert, errichte demnach vier Fabriken in der Volksrepublik. Bis 2018 werde die jährliche Kapazität von Volkswagen in China bei mindestens vier Millionen Fahrzeugen liegen, zitierte die Zeitung Heizmann.

Von Januar bis September steigerte VW seinen Absatz in China um mehr als 18 Prozent auf zwei Millionen Autos.

Umgekehrt drängt China aber auch zunehmend nach Europa. Der chinesisch-israelische Autobauer Qoros will sein erstes Modell, eine Limousine, im März auf dem Autosalon in Genf präsentieren. Einen Monat später werde der Viertürer dann in Shanghai präsentiert, sagte Marketing-Vorstand Zhang Zhen. Der Verkauf solle gleichzeitig in China und in Europa beginnen, voraussichtlich im Oktober.

Ex-VW-Manager arbeiten für Chinesen

Qoros ist ein Gemeinschaftsunternehmen des chinesischen Autobauers Chery und der israelischen Beteiligungsgesellschaft Israel Corp. Geführt wird das Unternehmen in Changshu in der Nähe von Shanghai von zwei ehemaligen Volkswagen-Managern, Volker Steinwascher und Guo Qian.

Steinwascher hatte in den 90ern das Amerika-Geschäft von Volkswagen geleitet, Guo ein Gemeinschaftsunternehmen von VW und dem staatlichen chinesischen Unternehmen FAW. Chefdesigner von Qoros ist Gert Hildebrand, bis 2010 Designer bei Mini in Großbritannien.

Chery ist einer der größten chinesischen Autohersteller und exportiert seine Autos bereits in mehr als 60 Länder. Nach Angaben der Branchenseite cnfol.com führte Chery von Januar bis Oktober dieses Jahres rund 150.000 Fahrzeuge aus, 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die chinesischen Autobauer haben in Europa bislang für wenig Begeisterung gesorgt. Der Jiangling Landwind zerschellte mit Karacho im Crashtest, der Shuanghua CEO sah von hinten aus wie der Geländewagen X5 von BMW. Im Februar eröffnete Great Wall Motor in Bulgarien das erste chinesische Autowerk auf europäischem Boden, dort laufen Geländewagen vom Band.

Quelle: Reuters/AFP/lw
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