23.11.2012, 01:55

Schadenersatz Morgan Stanley auf 694 Millionen Dollar verklagt

Foto: Andrew Gombert / dpa

Die US-Investmentbank Morgan Stanley muss sich vor Gericht wegen des Verkaufs strukturierter Hypothekenpapiere verantworten. Die DZ Bank hat das Geldinstitut auf knapp 700 Millionen Dollar verklagt.

Die DZ Bank verlangt von der US-Investmentbank Morgan Stanley fast 700 Millionen Dollar Schadenersatz für Verluste in der Finanzkrise.

Die beim obersten Gericht für den US-Bundesstaat New York eingereichte Klage bezieht sich auf strukturierte Hypothekenpapiere, die Morgan Stanley konstruiert und verkauft hat, wie aus der Klageschrift hervorgeht.

Sie hat ein Volumen von 694 Millionen Dollar. Das "Handelsblatt" hatte zuvor über die Klage berichtet. Die DZ Bank wirft Morgan Stanley falsche oder lückenhafte Angaben vor, was die Qualität der Kredite und Hypotheken betrifft, die den Papieren zugrunde lagen.

Flut von Schadenersatzklagen

Viele deutsche Banken hatten mit strukturierten Krediten in den USA hohe Verluste erlitten, als die Immobilienblase dort in den Jahren 2007 und 2008 platzte. Viele Häuslebauer konnten ihre Kredite nicht mehr bedienen, weil sie auf steigende Häuserpreise gesetzt hatten.

Die Kreditverbriefungen verloren deutlich an Wert. Seither ist eine Flut von Schadenersatzklagen deutscher Banken eingegangen, die die Klagefristen nicht versäumen wollen. Die DZ Bank etwa hatte bereits gegen die UBS und Goldman Sachs vergleichbare Klagen eingereicht.

(Reuters/tts)
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