22.11.12

Konjunktur

Chinas Wirtschaft nimmt wieder Schwung auf

Aus China kommt Hoffnung für die lahmende Weltwirtschaft. Neue Stimmungsdaten aus den Industriebetrieben der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt geben Signale für ein stärkeres Wachstum.

Foto: REUTERS

Mitarbeiter einer Baugeräte-Fabrik in Shanghai: Es gibt Anzeichen für eine Erholung der chinesischen Konjunktur
Mitarbeiter einer Baugeräte-Fabrik in Shanghai: Es gibt Anzeichen für eine Erholung der chinesischen Konjunktur

Die Dynamik in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China hat zuletzt nachgelassen. Nun aber gibt es Zeichen, dass die chinesische Konjunktur wieder an Schwung gewinnt. Eine gute Nachricht nicht zuletzt für die deutsche Wirtschaft.

Laut einer Studie der Großbank HSBC legte die Industrieproduktion erstmals seit 13 Monaten wieder zu. Dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht zufolge lag der HSBC-Einkaufsmanagerindex im November bei 50,4 Punkten.

Auf der Skala bis 100 bedeuten Werte über 50 Wachstum bei der Industrieproduktion. Im Oktober betrug der Wert noch 49,5 Punkte.

Aktienkurse und Ölpreise legen zu

Aktienkurse und Ölpreise legten wegen der positiven Daten aus der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft zu. HSBC-Ökonom Qu Hongbin sagte, dass die wirtschaftliche Erholung in China an Schwung gewinne, jedoch weiter fragil bleibe.

Die Führung in Peking hat seit Juni zweimal die Zinssätze für Kredite gesenkt und pumpt durch Staatsbetriebe Geld in die Wirtschaft, um die Auswirkungen der europäischen Finanzkrise und der schwächelnden Konjunktur in den USA auf den Außenhandel zu lindern.

"Ich denke, sie werden ihre Geld- und Finanzpolitik noch feiner abstimmen, und sie werden gezielte Neuinvestitionen tätigen, keine massiven Investitionen", prognostizierte Jing Ulrich, Vorstandsvorsitzende der Abteilung für chinesische Aktien bei JP Morgan, den Kurs der neuen kommunistischen Führungsgarde.

Wirtschaftswachstum im September auf 3-Jahres-Tief

Das chinesische Wirtschaftswachstum war im September mit 7,6 Prozent auf seinen tiefsten Wert seit dreieinhalb Jahren gefallen. Analysten erwarten nach dem Rückgang des Wachstums nur eine langsame Erholung. Für die Weltwirtschaft, die auf China als Konjunkturmotor hofft, sind solche Aussichten nur begrenzt positiv. HSBC befragte für seine Studie Manager in mehr als 420 herstellenden Betrieben zu Indikatoren wie Auftragslage, Arbeitsplätzen und laufender Produktion.

Bei aller Zuversicht angesichts der jüngsten Daten gilt dennoch das Sprichwort: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Trotz der Stimmungsaufhellung in den chinesischen Industrieunternehmen liegt der wichtige Indikator nach wie vor deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt.

Noch ist nicht klar, ob es sich bereits um eine generelle Trendwende handelt, oder ob sich nur die Vorfreude der Unternehmen auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft zeigt. So mahnte auch Experte Frederik Kunze von der NordLB zur Vorsicht: "Die Erholung im Reich der Mitte befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium."

Quelle: dapd/dpa/dma
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