19.11.12

Waffenhersteller

Putin für Gründung eines Kalaschnikow-Konzerns

Das Werk des legendären Gewehr-Erfinders Michail Kalaschnikow steckt in der Krise. Um die Firma zu retten, spricht sich Russlands Präsident Wladimir Putin jetzt für die Gründung eines Konzerns aus.

Foto: dpa

Ein Freund russischer Schnellfeuerwaffen: Präsident Wladimir Putin in Moskau mit einem Sturmgewehr vom Typ AK-74 (Automat Kalaschnikow 74) im Anschlag
Ein Freund russischer Schnellfeuerwaffen: Präsident Wladimir Putin in Moskau mit einem Sturmgewehr vom Typ AK-74 (Automat Kalaschnikow 74) im Anschlag

Am Produktionsstandort der berühmt-berüchtigten Kalaschnikow soll nach Wunsch der russischen Staatsführung ein nach dem Schnellfeuergewehr benannter Rüstungsbetrieb entstehen.

Präsident Wladimir Putin sprach sich am Montag dafür aus, zu diesem Zweck die beiden Rüstungsfabriken Ischmasch und Ischmech in der Stadt Ischewsk zusammenzulegen. In Ischewsk entwickelte Michail Kalaschnikow nach dem Zweiten Weltkrieg das erste Modell der AK-47, bis heute ein Exportschlager der russischen Rüstungsindustrie. Hergestellt wird das Gewehr von Ischmasch.

"Eine Fusion ist natürlich möglich", sagte Putin im russischen Fernsehen. Das Ergebnis dieser Fusion müsse aber eine Verbesserung darstellen – "auf keinen Fall eine Verschlechterung". Wie immer in solchen Fällen gebe es "viele soziale Fragen"; diese müssten berücksichtigt werden.

Offener Brief an Putin

Der heute 93-jährige Kalaschnikow und 16 ehemalige Angestellte des Ischmasch-Werkes hatten Ende Oktober in einem offenen Brief an Putin den Niedergang der Fabrik beklagt.

Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin erklärte, Ischmasch und Ischmech hätten seit Jahren keinen Auftrag der Regierung mehr erhalten, da die Armee bereits ausreichend mit Schnellfeuergewehren ausgestattet sei.

Er hatte die Zusammenlegung der beiden Werke zu einem "modernen Rüstungsbetrieb" vorgeschlagen. Kalaschnikow habe bereits zugestimmt, seinen Namen dafür herzugeben.

Quelle: AFP/fp
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