19.11.2012, 21:12

Waffenhersteller Putin für Gründung eines Kalaschnikow-Konzerns

Foto: Alexsey Druginyn / dpa

Das Werk des legendären Gewehr-Erfinders Michail Kalaschnikow steckt in der Krise. Um die Firma zu retten, spricht sich Russlands Präsident Wladimir Putin jetzt für die Gründung eines Konzerns aus.

Am Produktionsstandort der berühmt-berüchtigten Kalaschnikow soll nach Wunsch der russischen Staatsführung ein nach dem Schnellfeuergewehr benannter Rüstungsbetrieb entstehen.

Präsident Wladimir Putin sprach sich am Montag dafür aus, zu diesem Zweck die beiden Rüstungsfabriken Ischmasch und Ischmech in der Stadt Ischewsk zusammenzulegen. In Ischewsk entwickelte Michail Kalaschnikow nach dem Zweiten Weltkrieg das erste Modell der AK-47, bis heute ein Exportschlager der russischen Rüstungsindustrie. Hergestellt wird das Gewehr von Ischmasch.

"Eine Fusion ist natürlich möglich", sagte Putin im russischen Fernsehen. Das Ergebnis dieser Fusion müsse aber eine Verbesserung darstellen – "auf keinen Fall eine Verschlechterung". Wie immer in solchen Fällen gebe es "viele soziale Fragen"; diese müssten berücksichtigt werden.

Offener Brief an Putin

Der heute 93-jährige Kalaschnikow und 16 ehemalige Angestellte des Ischmasch-Werkes hatten Ende Oktober in einem offenen Brief an Putin den Niedergang der Fabrik beklagt.

Vize-Regierungschef Dmitri Rogosin erklärte, Ischmasch und Ischmech hätten seit Jahren keinen Auftrag der Regierung mehr erhalten, da die Armee bereits ausreichend mit Schnellfeuergewehren ausgestattet sei.

Er hatte die Zusammenlegung der beiden Werke zu einem "modernen Rüstungsbetrieb" vorgeschlagen. Kalaschnikow habe bereits zugestimmt, seinen Namen dafür herzugeben.

(AFP/fp)
Fr, 16.11.2012, 21.06 Uhr

Bei einem Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsident Wladimir Putin in Moskau diskutieren beide offen und vor laufenden Kameras über Russlands Umgang mit der Opposition.

Video: Reuters
Beschreibung anzeigen
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter