12.11.12

Schlichtung

Einigung im Tarifstreit bei Lufthansa-Flugbegleitern

Bei der Lufthansa kommt es nicht zu erneuten Streiks der Flugbegleiter. Der Monate andauernde Tarifkonflikt ist beigelegt, teilte Schlichter Bert Rürup mit. Das konkrete Ergebnis steht noch aus.

Foto: dapd

Im Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Flugbegleitern gibt es ein Schlichtungsergebnis
Im Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Flugbegleitern gibt es ein Schlichtungsergebnis

Im Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihren Flugbegleitern gibt es ein Schlichtungsergebnis. Das teilte der Schlichter, der ehemalige Wirtschaftsweise Bert Rürup, am Montag mit.

Das Ergebnis der Schlichtung werde am Dienstagmittag in Wiesbaden vorgestellt, sagte Rürup. Der Inhalt des Schlichtungsspruches wurde zunächst nicht bekannt.

An einer Pressekonferenz in Wiesbaden wollen neben Rürup auch die Verhandlungsführer der Lufthansa und von Ufo, Peter Gerber und Nicoley Baublies, teilnehmen. Über die Inhalte des Ergebnisses wurde Stillschweigen vereinbart.

In dem Konflikt geht es um Tarifverträge für rund 1000 Flugbegleiter der Lufthansa Passage. Am Dienstag läuft eine selbst gesetzte Frist aus, bis zu der sich die Parteien zum Schlichterspruch äußern sollten.

Vorschläge, die über Vergütungstarifvertrag hinausgehen

Dem Vernehmen nach hat der als Rentenexperte bekannte Rürup in seinem ersten Schlichtermandat Vorschläge entwickelt, die über den strittigen Vergütungstarifvertrag weit hinausgehen.

Auch für den aus Lufthansa-Sicht notwendigen Personalabbau in der Kabine und die Verlagerung von 30 Maschinen samt Personal zur tariflich günstigeren Tochter Germanwings hat er Lösungen vorgeschlagen, hieß es.

Die Lufthansa Passage wird als Kerngesellschaft des größten Luftfahrtkonzerns Europas in diesem Jahr ein operatives Minus einfliegen. Wegen der nicht ausreichenden Ertragskraft hat das Management ein umfassendes Sparprogramm entwickelt.

Ufo verlangt 5 Prozent

Ufo verlangt 5 Prozent mehr Geld. Lufthansa hat bei einer längeren Laufzeit und längeren Arbeitszeiten 3,5 Prozent angeboten, außerdem will das Unternehmen die Gehaltsstufen abflachen.

Im August und September hatten die Stewards und Stewardessen bei ihrem ersten Streik in der Lufthansa-Geschichte in drei Wellen mehr als 1000 Flüge ausfallen lassen. Das Unternehmen bezifferte den auf 33 Millionen Euro.

Noch vor wenigen Tagen hatte die Gewerkschaft von einem drohenden Scheitern der Schlichtung gesprochen, weil zunächst keine weiteren Gesprächstermine vereinbart worden waren.

Quelle: dpa/dapd/sara
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