09.11.2012, 12:06

Jobs Energiekonzern E.on schafft 260 neue Arbeitsplätze in Berlin

Foto: WOLFGANG RATTAY / REUTERS

Ein weiterer Dax-Konzern verlegt Teile seines Geschäfts in die Hauptstadt: Von Berlin aus steuert E.on künftig sein Personalmanagement.

Der Düsseldorfer Energiekonzern E.on steuert sein Personalmanagement künftig von Berlin aus. Dazu werden ab dem nächsten Jahr in der Hauptstadt 260 Stellen angesiedelt, wie E.on und die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft am Donnerstag mitteilten. Die neue E.on Service-Gesellschaft werde im kommenden Frühjahr ihre Arbeit aufnehmen. In der Tochter werden Personalexperten tätig sein, die weltweit nach Fachkräften für E.on suchen sollen, wie ein E.on-Sprecher sagte. Bisher ist E.on in Mitte durch eine Konzernrepräsentanz vertreten.

Damit verlegt nach Daimler, dem Chemiekonzern BASF und der Deutschen Bank ein weiterer Dax-Konzern Teile seiner Dienstleistungen in die Hauptstadt. Bei der Entscheidung über den Sitz der E.on-Tochter habe sich Berlin in einem Auswahlverfahren gegen Mitbewerber wie Barcelona und Istanbul durchgesetzt, hieß es von beiden Seiten. Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU) freute sich über den Zuschlag: "Es geht um zentrale Funktionen für einen großen deutschen Konzern mit entsprechend hoch qualifizierten Arbeitnehmern in einem internationalen Umfeld."

Der künftige Leiter der Berliner E.on-Niederlassung, Johannes Brinkkötter, sagte: "Für uns war entscheidend, dass der neue Standort hoch qualifizierte Fachleute anzieht und bindet." Berlin habe eine exzellente Hochschullandschaft und attraktive internationale Gemeinden. E.on werde die Stadt als Drehkreuz zwischen den weltweiten E.on-Standorten nutzen.

Zuletzt hatte im September der Chemiekonzern BASF angekündigt, einen weiteren Teil seiner Personaldienstleistungen vom Stammsitz Ludwigshafen nach Berlin zu verlagern. 120 Arbeitsplätze sollen ab dem nächsten Jahr entstehen. BASF beschäftigt in Berlin bereits mehr als 1000 Mitarbeiter. Hier sind bereits die Personaldienstleistungen für die europäischen BASF-Gesellschaften gebündelt, jetzt kommt die Verantwortung für den Stammsitz Ludwigshafen dazu.

(dapd/gri)
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