Energiekosten
Berliner Gasag senkt zu Jahresbeginn 2013 die Preise
Während viele Energieversorger von steigenden Tarifen sprechen, senkt die Gasag mitten im Winter ihre Gaspreise.
Der Berliner Energiekonzern Gasag senkt seine Gaspreise zum 1. Januar 2013 um mehr als drei Prozent. Der Preisnachlass werde für die meisten der rund 500.000 Kunden wirksam, sagte Gasag-Sprecher Klaus Haschker am Donnerstag in Berlin.
In der Grundversorgung kostet künftig eine Kilowattstunde 0,238 Cent weniger. Die Preissenkung gilt für alle Gasag-Kunden, die Tarife ohne Festpreis für eine bestimmte Vertragslaufzeit gewählt haben.
Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 12.000 Kilowattstunden ergebe sich eine Ersparnis von 29 Euro pro Jahr. So viel Gas braucht etwa eine Familie, die eine Drei- bis Vierzimmerwohnung beheizt und zudem mit Gas kocht und das Wasser zum Duschen und Baden erwärmt.
Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden, typisch für ein Einfamilien-Reihenhaus, fällt die Gasrechnung nach Unternehmensangaben etwa 48 Euro niedriger aus.
Der Grund für die Preissenkung liegt in niedrigeren Einkaufskosten. Die Gasag habe mit ihren Großlieferanten Eon Ruhrgas und GdF Suez neue Konditionen ausgehandelt, die näher am Weltmarktpreis lägen als bei der zuvor vereinbarten Koppelung an den Erdölpreis. Der Preis von frei handelbarem Erdgas ist seit 2008 stark gefallen.
Da die Netzgebühren zum Jahreswechsel steigen, ist bei anderen Gasanbietern auch mit Preiserhöhungen zu rechnen. Änderungen müssen immer sechs Wochen im Voraus den Kunden mitgeteilt werden. Bei der Gasag gab es die jüngste Erhöhung im Februar 2012 – je nach Verbrauch um 7 bis 8 Prozent.

















