Oktoberfest
Internationale Polizeitruppe jagt Taschendiebe
Die Polizei rüstet sich fürs Oktoberfest in München: Gemeinsam mit Beamten aus Italien, Frankreich, Belgien, Ungarn und der Schweiz nimmt sie besonders Taschendiebe ins Visier.
Mit internationaler Unterstützung will die Polizei auf dem Oktoberfest gegen die Zunahme von Taschendiebstählen vorgehen. Im vergangen Jahr sei die Zahl der Diebstähle fast um die Hälfte gestiegen, sagte Polizeivizepräsident Robert Kopp am Dienstag in München. Im vergangen Jahr wurden während der Wiesn 75 Taschendiebe festgenommen.
Daher bekommen die Münchener Beamten in diesem Jahr Hilfe aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland. Taschendiebfahnder aus Berlin und Hamburg sowie aus Österreich, der Schweiz, Belgien und Ungarn werden den bayerischen Kollegen zur Seite stehen.
Deeskalation als Ziel
Die Münchner Polizei wird den Angaben zufolge insgesamt mit etwa 300 Beamten auf dem Wiesngelände im Einsatz sein. Hinzu kommen etwa 200 Polizisten rund um die Theresienwiese. Kopp kündigte an, dass die Polizeipräsenz am 2. und 3. Oktober aufgrund der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit in der Stadt zudem noch einmal deutlich erhöht werde.
Am zweiten und dritten Wiesn-Wochenende kommen außerdem italienische und französische Beamte nach München. Die Unterstützung fremdsprachiger Kollegen zur Deeskalation von Konflikten habe sich bewährt, sagte Kopp.
Sicherheitsringe ums Festgelände
Auch an den im vergangenen Jahr eingeführten Sicherheitspollern rund um die Theresienwiese hält die Polizei fest. Durch diese und drei Sperrringe rund um das Festgelände werde eine unkontrollierte Zufahrt auf das Oktoberfest verhindert, sagte Kopp. Zwar gebe es derzeit keine Hinweise auf eine Terrorgefahr, es werde aber auf größtmögliche Sicherheit geachtet.
Daher sollen an den Eingängen und auf dem Gelände auch stichprobenartige Personenkontrollen durchgeführt werden. Diese dienten aber nicht nur zur Terrorabwehr, sondern auch zur Durchsetzung des neuen Glasflaschenverbots und von 40 verhängten Hausverboten, sagte Kopp.
Er warnte zudem davor, nach dem Wiesnbesuch mit dem Auto nach Hause zu fahren. Im Stadtgebiet und in umliegenden Landkreisen werde es verstärkte Alkoholkontrollen geben.

















