US-Wahlkampf
Schwacher Arbeitsmarkt wird für Obama gefährlich
Kurz vor den Wahlen in den USA sind noch immer 12,5 Millionen Amerikaner ohne Beschäftigung. Das könnte Präsident Obama das Amt kosten. Denn die Statistik spricht gegen ihn.
Ernüchternde Zahlen für US-Präsident Barack Obama: Zwei Monate vor den Wahlen liegt die Arbeitslosigkeit in den USA noch immer über acht Prozent. Zwar sank die Rate im August leicht auf 8,1 Prozent, nach 8,3 Prozent im Juli, wie das Arbeitsministerium bekannt gab.
Doch es wurden lediglich 96.000 neue Jobs geschaffen – weit weniger als erwartet. Die hohe Arbeitslosigkeit gilt als Achillesferse Obamas.
Weniger neue Stellen als erwartet
Experten hatten dagegen im August mit einem Zuwachs von 130.000 neuen Stellen gerechnet. Noch im Juli sei die Zahl der Beschäftigten um revidiert 141.000 (zuvor 163.000) gestiegen, teilte das Ministerium in Washington weiter mit. Viele Amerikaner ohne Job meldeten sich gar nicht mehr als arbeitslos, was die geringere Quote erklärt, meinten Experten.
Experten werteten die Entwicklung als deutliches Zeichen für die anhaltende Konjunkturflaute in der weltgrößten Volkswirtschaft. Zentralbankchef Ben Bernanke hatte erst kürzlich weitere Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft in Aussicht gestellt.
Romney reagiert sarkastisch
Erst in der Nacht hatte Obama beim Parteitag der Demokraten zahlreiche Maßnahmen versprochen, um mehr Jobs zu schaffen – falls er am 6. November wiedergewählt wird. Allerdings: Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde kein amerikanischer Präsident im Amt bestätigt, wenn die Arbeitslosenquote über acht Prozent lag.
Mitt Romney, der republikanische Herausforderer Obamas, reagierte mit Sarkasmus auf die neuesten Zahlen: "Gestern Nacht war Party, heute Morgen folgt der Kater", heißt es in einer schriftlichen Erklärung. Seit 43 Monaten in Folge liege die Quote über acht Prozent.
"Obama hat schlicht seine Versprechen nicht eingehalten und seine Politik funktioniert nicht."

















