Arzneimittelskandal
Pharmakonzern entschuldigt sich bei Contergan-Opfern
Der Contergan-Hersteller Grünenthal hat sich erstmals bei den Opfern des Arzneimittelskandals mit 10.000 Geschädigten entschuldigt.
Der frühere Contergan-Hersteller Grünenthal hat sich erstmals bei den Opfern des Arzneimittelskandals entschuldigt.
Bei der Einweihungsfeier des wohl ersten Denkmals für die weltweit 10.000 Opfer sagte Grünenthal-Geschäftsführer Harald Stock am Freitag in Stolberg bei Aachen, es sei bedauerlich, dass Grünenthal nicht viel früher auf die Opfer zugegangen sei. "Darüber hinaus bitten wir um Entschuldigung, dass wir 50 Jahre lang nicht den Weg zu Ihnen, von Mensch zu Mensch, gefunden haben. Stattdessen haben wir geschwiegen."
Grünenthal hatte zwar schon mehrfach sein Bedauern über die "Tragödie" zum Ausdruck gebracht, sich aber noch nie explizit entschuldigt.
Das Pharmaunternehmen aus Stolberg hatte das Schlafmittel Contergan 1957 auf den Markt gebracht. Das Mittel schädigte weltweit 10.000 Kinder im Mutterleib. Viele von ihnen starben kurz nach der Geburt, die anderen mussten mit schweren Missbildungen leben.

















