Ökonom
Früherer Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Walter ist tot
Norbert Walter starb in Alter von 67 Jahren. Er hatte bis 2009 neben Rolf Breuer und Josef Ackermann die Deutsche Bank repräsentiert.
Der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, ist tot. Wie bekannt wurde, starb der 67-Jährige nach Angaben seiner Familie am Freitag.
Seit 1971 nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre beim Institut für Weltwirtschaft in Kiel beschäftigt, wechselte er 1987 zur Deutschen Bank, wo er 1990 die Leitung der volkswirtschaftlichen Abteilung übernahm.
Neben den Vorstandssprechern Rolf Breuer und Josef Ackermann repräsentierte er die größte deutsche Bank über Jahre in der Öffentlichkeit.
2009 zog er sich aus Altersgründen von seinem Posten zurück, blieb aber als Finanzexperte in den Medien präsent.
"Managergehälter eine Katastrophe"
Immer wieder meldete sich Walter, der seit 2000 auch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) war, engagiert zu wirtschaftsethischen und sozialen Themen zu Wort. So bezeichnete er 2008 die wachsenden Managergehälter in Deutschland als "Katastrophe für das Gerechtigkeitsempfinden" und pochte auf die Vorbildfunktion von Wirtschaftführern.
Daneben verteidigte er aber auch die Hartz-IV-Reform und kritisierte "unser ausgeufertes Sozialsystem". 2009 lobte Walter besonders die Sozialenzyklika von Papst Benedikt XVI. Sie zeige scharfsichtig und informiert, "was Fortschritt bedeutet: Er kann sich nur dann entfalten, wenn dadurch die ganzheitliche menschliche Entwicklung in den Blick kommt".

















