Immobilien
Wohnungspreise in Deutschland sinken rasant
Freitag, 25. September 2009 14:52 - Von Richard HaimannEinfamilienhäuser und Wohnungen sind derzeit günstig zu haben. Der Marktwert von Wohneigentum ist seit Jahresbeginn um neun Prozent gefallen. Experten sagen einen weiteren Preisverfall voraus. Doch nicht alle Immobilienpreise sinken. Morgenpost Online verrät, um welche Objekte sich Investoren reißen.

Der Preisverfall bei Wohneigentum verschärft sich. Eigenheime haben sich seit Anfang 2005 im bundesweiten Durchschnitt um fast ein Fünftel verbilligt. Und seit Jahresbeginn sind die Preise noch stärker unter Druck. Anderseits investieren vermögende Anleger zunehmend in Wohneigentum. In Großstädten übersteigt die Nachfrage die Zahl der Verkaufsangebote.
Wulff Aengevelt, geschäftsführender Gesellschafter des Maklerhauses Aengevelt
Immobilien, weist aber auch auf einen anderen Trend hin: „Vermögende
Privatanleger suchen Objekte im Hochpreissegment, die stabil und
konjunkturresistent sind.“ Deshalb hätten in diesem Teilmarkt mit der
steigenden Nachfrage auch die Preise merklich angezogen. Hingegen seien im
unteren und mittleren Marktsegment die Nachfrage und damit die Preise weiter
zurückgegangen. „Die Rezession und die Angst vor der Arbeitslosigkeit hält
mittelstarke Haushalte derzeit davon ab, Wohneigentum zu erwerben“, sagt
Aengevelt. Da die Hypoport-Statistik den Gesamtmarkt in Deutschland abbilde,
spiegele sie die unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen
Marktsegmenten nicht wider.
Jürgen-Michael Schick, Vizepräsident der Maklerorganisation Immobilienverband
Deutschland (IVD), spricht von einem zweigeteilten Markt: „Wir erleben
derzeit einen deutlichen Nachfrageüberhang bei hochwertigen
Eigentumswohnungen und insbesondere sanierten Altbauwohnungen in guter und
bester Lage in den Metropolregionen.“ Hingegen übersteige bei
Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen in Kleinstädten und ländlichen
Regionen das Angebot deutlich den Bedarf. Gerade in diesen Märkten gebe es
trotz der aufkommenden Inflationsangst Selbstnutzer, die ihre Objekte
veräußern wollten oder müssten, sagt Schick. „Veränderungen in den
Lebensumständen führen immer wieder dazu, dass sich Menschen von ihren
Immobilien trennen.“ Nicht nur Scheidungen oder der Verlust des
Arbeitsplatzes würden Veräußerungen erzwingen. „Wenn die Kinder aus dem Haus
ziehen, wollen viele Paare ihr großes Haus gegen ein kleineres Objekt
tauschen – und umgekehrt suchen Familien nach einer größeren Immobilie, wenn
weiterer Nachwuchs hinzukommt“, sagt Schick.






















Stellenmarkt

















