Edeka-Bilanz
Discounter Netto schafft neue Jobs in Berlin
Gute Nachrichten in der Krise: Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka wll in diesem Jahr zehn neue Märkte in Berlin eröffnen. Das Schwesterunternehmen Netto/Plus plant zudem, 100 neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Edeka, hat sich Berlin und Brandenburg als eine seiner wichtigsten Wachstumsregionen ausgesucht: In der Hauptstadt will die Genossenschaft in diesem Jahr etwa zehn zusätzliche Märkte eröffnen. "Wir sind in Berlin noch unterrepräsentiert", begründete ein Sprecher der größten Edeka-Genossenschaft Minden-Hannover am Rande der Bilanz-Präsentation. Möglicherweise wird noch in diesem Jahr der Bau eines zweiten E-Centers beginnen, an der Stromstraße in Moabit. Vor wenigen Tagen erst war ein solcher Riesen-Edeka mit über 3000 Quadratmetern Verkaufsfläche in Tempelhof eröffnet worden. Weitere E-Center gibt es bereits im Umland, in Strausberg und in Bernau.
Auch das Schwesterunternehmen Netto Marken Discount hat große Ziele: Alle 170 übernommenen Plus-Märkte in Berlin werden auf die Marke Netto umgeflaggt. Bei mehr als 40 Filialen ist das bereits passiert. "Wir werden unser Personal in den vorhandenen Filialen aufstocken. Das bringt über hundert neue Arbeitsplätze in Berlin", sagte eine Netto-Sprecherin auf Anfrage von Morgenpost Online. Bisher beschäftigt Netto/Plus 25.000 Mitarbeiter in der Stadt.
Mit der Umsatzentwicklung im vergangenen Jahr zeigte sich Dirk Schlüter, Sprecher der Geschäftsführung von Edeka Minden-Hannover zufrieden. Um 950 Millionen Euro war der Umsatz der Genossenschaft auf 6,2 Mrd. Euro gestiegen. Auf vergleichbarer Fläche – also ohne Neueröffnungen – hatte das Plus bei 4,4 Prozent gelegen. "In diesem Bereich liegt auch der Zuwachs in Berlin und Brandenburg", sagte ein Sprecher, ohne Euro-Zahlen zu nennen. In der Hauptstadt betreibt Edeka – Netto nicht mitgerechnet – derzeit 136 Geschäfte, in Brandenburg sind es 141.
Zu den erfolgreichsten Filialen in Berlin gehörten die 55 Reichelt-Märkte, die auf ein Umsatzplus von 5,8 Prozent kamen. Bisher werden alle noch von der Zentrale geführt. Noch in diesem Jahr sollen acht Läden auf bisherige Marktleiter übertragen werden, die sich so selbstständig machen können. Weitere sogenannte "Privatisierungen" sollen folgen.
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