01.08.2012, 18:59

Miederwaren Hohe Rohölpreise machen Unterhosen teurer

Schiesser verschiebt Börsengang auf 2012

Foto: dpa

Schiesser verschiebt Börsengang auf 2012 Foto: dpa

Jetzt wird auch die Unterhose teurer: Steigende Garn- und Rohstoffpreise schlagen sich im Dessousgeschäft nieder. Die Polyesterfaser wird auf Rohölbasis hergestellt und hängt stark vom Preis ab.

Wer seiner Liebsten Dessous schenken möchte, muss dafür künftig möglicherweise tiefer in die Tasche greifen: Steigende Garn- und Rohstoffpreise machen den deutschen Wäsche- und Miederherstellern zu schaffen – und sorgen teilweise auch in den Läden für steigende Preise.

"Die Händler haben das zum Teil weitergeben müssen an ihre Kunden im Handel", sagte die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Gesamtverbandes der deutschen Maschenindustrie, Silvia Jungbauer. "Ich gehe davon aus, dass weiter eine Tendenz da ist, wo es möglich ist, dass die Preise erhöht werden müssen." Innerhalb eines Jahres seien die Garnpreise teilweise "im hohen zweistelligen Bereich" gestiegen.

Zu schaffen machen den Wäscheherstellern auch hohe Transportkosten und steigende Rohölpreise. "Die Polyesterfaser ist eine synthetische Faser, die auf Rohölbasis hergestellt wird und damit sehr stark vom Preis abhängt", erklärte Jungbauer.

Hersteller verdienen weniger

Auch wenn der Preis im Laden unter Umständen höher sei als früher: Unter dem Strich würden Hersteller und Händler an der Wäsche weniger verdienen.

Den Kunden sei das allerdings nur schwer zu vermitteln, sagte Jungbauer. Der Verband will ihnen daher künftig einen Mehrwert bieten: "Das könnte zum Beispiel so aussehen, dass wir noch mehr auf das Thema Nachhaltigkeit setzen", sagte sie.

Wer sehe, wie seine Unterhose produziert worden sei, müsse zwar möglicherweise tiefer in die Tasche greifen, habe aber einen Vorteil: "ein gutes Gefühl."

(dpa/sara)
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