06.07.12

Drogeriemarktkette

Real wirbt um frühere Schlecker-Mitarbeiterinnen

Frühere Mitarbeiterinnen von Schlecker hätten Chancen, bei der Supermarktkette Real unterzukommen, sagt deren Personalchef. Weniger gut sieht es dagegen für die Schlecker-Tochter IhrPlatz aus.

Foto: DPA
Schlecker schließt
Die Schlecker-Mitarbeiterinnen Rosi Gerske (l.) und Gudrun Wässer verabschieden sich. Nun macht Real ihnen Hoffnungen

Nach der Drogeriekette Rossmann zeigt auch der SB-Warenhausbetreiber Real Interesse an der Übernahme von früheren Schlecker-Mitarbeitern.

"Wer bei Schlecker gearbeitet hat, bringt in der Regel gute Voraussetzungen für einen Arbeitsplatz bei Real mit", sagte Real-Personalchef Andreas Schrödinger den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe. "An der einen oder anderen Stelle haben wir schon Schlecker-Frauen eingestellt." Real beschäftigt in Deutschland rund 45.000 Mitarbeiter an 316 Standorten und gehört zur Metro-Group.

Rossmann hatte bereits Anfang Juni angekündigt, Mitarbeitern der insolventen Drogeriekette Schlecker eine neue Chance zu geben. Es sollen insbesondere in Süddeutschland Ex-Schlecker-Mitarbeiter eingestellt worden sein, genaue Zahlen konnten die Burgwedeler nicht nennen. Konzernweit beschäftigte Rossmann Ende 2011 insgesamt etwa 33.000 Menschen.

Investoren haben Interesse an Schlecker Spanien

Unterdessen gehen in Deutschland die Verhandlungen über die Zukunft der Schlecker-Tochter IhrPlatz weiter. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz verhandele weiter mit interessierten Investoren, sagte der Sprecher. Sollte für IhrPlatz keine Lösung gefunden werden, würden wohl noch einmal fast 4000 Menschen ihren Job verlieren.

Die Investorengespräche für die Schlecker-Tochtergesellschaft in Spanien sind dagegen offenbar vielversprechend. "Es gibt eine Handvoll Interessenten", sagte ein Sprecher von Geiwitz.

Damit bestätigte er spanische Medienberichte. Im September oder Oktober könne es eine Einigung geben. Es gebe aber keine Eile, weil die Geschäfte in Spanien gut liefen.

Quelle: dpa/dapd/woz
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Was alles zum Schlecker-Konzern gehört
  • Töchter

    Zur Drogeriekette Anton Schlecker e.K. gehörten neben der Schlecker Homeshopping GmbH die hundertprozentige Tochter Schlecker XL und IhrPlatz – alle sind insolvent.

  • Auslandgeschäft

    Verkauft wurde zuletzt Schleckers Frankreich-Geschäft, die Tochter Schlecker SNC ging an den französischen Supermarktkonzern Système U. Zuvor war das Tschechien-Geschäft an das Prager Handelsunternehmen P.K. Solvent verkauft worden. Über die Kaufpreise ist nichts bekannt.

  • Vermögen

    Bewegung gibt es früheren Angaben zufolge auch in anderen Ländern. Die Auslandsgesellschaften sind nicht insolvent, gehören aber zum Vermögen von Firmengründer Anton Schlecker, der als eingetragener Kaufmann (e.K.) mit all seinen privaten Werten haftet.

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