16.05.2012, 03:44

Autobauer GM will nutzlose Facebook-Werbung stoppen

Foto: Facebook.com

Schlechte Nachrichten für Mark Zuckerberg kurz vor dem Börsengang von Facebook: General Motors will angeblich keine Werbung mehr auf dem sozialen Netzwerk schalten, da sie nichts bringe.

Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" plant der Opel-Mutterkonzern General Motors, keine Werbung mehr auf dem sozialen Netzwerk Facebook zu schalten.

Die Marketing-Verantwortlichen des Autobauers seien zu dem Schluss gekommen, dass die Anzeigen die Kunden kaum erreichten, schrieb die Zeitung. Von General Motors war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Für Facebook käme ein solcher Werbestopp zur denkbar schlechtesten Zeit. Gerade versucht das von Mark Zuckerberg geführte Unternehmen, seine Aktien zu Spitzenpreisen an Investoren zu verkaufen.

Wie wackelig ist das Geschäftsmodell?

Erst am Dienstagmorgen hatte Facebook angesichts starker Nachfrage die Anteilsscheine verteuert und will nun in einem ersten Schritt insgesamt bis zu 12,8 Milliarden Dollar einnehmen. Noch ist der Börsengang aber nicht in trockenen Tüchern.

Werbung ist die Haupteinnahmequelle von Facebook, und entsprechend sensibel reagieren Anleger. General Motors wiederum ist einer der größten Werbetreibenden in den Vereinigten Staaten. Insofern könnte ein solcher Schritt möglicherweise Signalwirkung haben.

GM überprüfe gerade seine Werbung auf Facebook, sagte Marketingchef Joel Ewanick. Den Werbestopp bestätigte er indes nicht. Unabhängig von klassischen Anzeigen betreibt GM auch eine eigene Facebook-Website. Deren Inhalte seien "effektiv und wichtig", sagte Ewanick.

Buffett kauft sich bei GM ein

Unterdessen wurde bekannt, dass die Investmentfirma des Multimilliardärs Warren Buffett zehn Millionen Aktien von GM aufgekauft hat. Das geht aus Unterlagen hervor, die Berkshire Hathaway bei der US-Börsenaufsicht einreichte.

Die Anteile an GM, die das Unternehmen im ersten Quartal 2012 erwarb, haben einen aktuellen Wert von 214 Millionen Dollar (168 Millionen Euro). Berkshires einzige andere bekannte Investition in die Autoindustrie ist ein Anteil von rund zehn Prozent am chinesischen Elektroautohersteller BYD.

Auch in ein anderes amerikanisches Großunternehmen investierte Buffetts Firma in den vergangenen Monaten. Mit dem Kauf von acht Millionen Aktien von Wal-Mart vergrößerte Berkshire seinen Anteil an dem Einzelhandelskonzern auf 46,7 Millionen Aktien. Als einziger weiterer Neuzugang neben GM ist im Portfolio von Berkshire eine Beteiligung am US-Medienkonzern Viacom dokumentiert.

(dpa/dapd/mac)
Di, 08.05.2012, 13.12 Uhr

Facebook soll an die Börse und bis dahin sollen noch einige Investoren gewonnen werden. Großunternehmer Warren Buffet hat sich aber schon gegen den Kauf von Facebook-Aktien ausgesprochen.

Video: dapd
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