Apple-Mangelware
In China boomt der Betrug mit dem iPad
Apple-Geräte sind begehrt in China, doch nur schwer zu bekommen. Im Internet floriert das Geschäft mit gefälschten oder defekten alten Modellen. Der Schutz vor Betrügern ist schwierig.
Noch immer gehört China nicht zu den Ländern, in denen das neue iPad erhältlich ist. Betrüger nutzen daher verstärkt die Knappheit der begehrten Apple-Geräte aus
Laut einem Bericht der Behörde für Internetkriminalität klicken immer mehr Chinesen betrügerische Links an, in denen das neue iPad oder das ebenfalls schwer erhältliche iPhone 4S zu Billigpreisen angeboten werden. Auf solche Webseiten sollen der Studie zufolge bis zu 200.000 Klicks täglich entfallen.
Die Kunden werden zumeist mit dem Versprechen angelockt, dass sie erst zahlen müssen, wenn die Ware eingetroffen ist. Sie erhalten dann einen Anruf, bei dem die Betrüger testen, für welche Masche der Besteller empfänglich ist.
Kunden bekommen alte oder defekte Geräte
Hat der Kunde offenkundig wenig Ahnung von Apple-Produkten und Internet-Einkäufen, erhält er ein gefälschtes Gerät oder ein defektes Uralt-Modell in der Hoffnung, dass er trotzdem zahlt.
Zumeist werden die Opfer jedoch dazu überredet, im Voraus zu bezahlen. Dann erhalten sie überhaupt keine Ware.
Aus dem Bericht ging nicht hervor, wie viele der täglich 200.000 Klicks wirklich zu betrügerischen Geschäften führen. Bauernfängerei ist nichts grundsätzliches Neues in China.
Aber das rasante Internetwachstum sorgt dafür, dass immer eine große Zahl unerfahrener Nutzer im Netz unterwegs ist. Seit Ende 2009 haben 129 Millionen Chinesen das Internet für sich neu entdeckt.
Viele Chinesen decken sich in Hongkong ein
Um sie vor Betrügern zu schützen, gibt die Behörde ihnen einige grundsätzliche Tipps: "Schauen Sie, ob eine Telefonnummer für den Kundendienst angegeben ist. Eine einfache Suche nach der Nummer im Internet zeigt, dass die vermeintlichen Händler nicht nur iPads anbieten, sondern auch Wohnungen vermieten, Medikamente verkaufen oder Reisebüros betreiben".
Die beste Möglichkeit für Chinesen, sich mit den begehrten Geräten einzudecken, bleibt eine Reise zum offiziellen Apple Store in der Sonderverwaltungszone Hongkong. Diese Option dürfte sogar noch attraktiver werden, da die Regierung kürzlich die Zölle auf Elektroartikel für den persönlichen Bedarf um die Hälfte gesenkt hat.
Lesen Sie diesen Artikel im Original beim Wall Street Journal.


















