26.03.2012, 15:56

Öffentlicher Dienst Ver.di kündigt Warnstreiks an Flughäfen an

Foto: picture alliance / dpa

Ab Dienstag ruft die Gewerkschaft Ver.di bundesweit die Mitarbeiter an den Flughäfen zum Streik auf. Reisende müssen bereits am Vormittag mit vielen Flugausfällen rechnen.

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Ver.di nun auch zu Warnstreiks an Flughäfen aufgerufen. Betroffen werden am Dienstagvormittag die Airports in Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Köln-Bonn, Münster-Osnabrück und Dortmund sein, wie Ver.di am Montag in Berlin ankündigte. An allen Flughäfen muss demnach mit Verzögerungen bei der Abfertigung bis hin zu Flugausfällen gerechnet werden.

Dies sei " die letzte Warnung an die Arbeitgeber, die Tarifverhandlungen nicht eskalieren zu lassen", erklärte die Gewerkschaft. Gestreikt werden soll nach ihren Angaben etwa bei den Bodenverkehrsdiensten oder in der Gepäckabfertigung.

Ver.di rechnet allein am Frankfurter Flughafen mit 2000 Teilnehmern. Insgesamt fallen beim größten deutschen Flughafen rund 14.000 Beschäftigte unter den maßgebenden Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Die Aktionen am Frankfurter Flughafen sollen bis etwa 14.30 Uhr dauern.

Am Stuttgarter Flughafen sind vor allem die Bodendienste sowie die Feuerwehr betroffen. Dort werde die Arbeit zwischen 06.00 und 11.00 Uhr niedergelegt, kündigte Verdi an. Notdienste seien vereinbart. Verdi rechnet mit Auswirkungen auf den Flugverkehr.

Am Mittwoch und Donnerstag steht die dritte und entscheidende Verhandlungsrunde in Potsdam an. Ver.di fordert 6,5 Prozent Entgelterhöhung. Zur Stärkung der unteren Einkommen soll die Steigerung mindestens 200 Euro betragen.

Auch an den Berliner Flughäfen kommt es am Dienstag zu Warnstreiks. Wie die Gewerkschaft Ver.di ankündigte, sind die Beschäftigten des Dienstleisters Globeground in Tegel und Schönefeld von 5.30 Uhr bis 12.00 Uhr aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Die Tarifverhandlungen bei dem Unternehmen schritten nicht voran, hieß es zur Begründung.

(AFP/dpa/tat)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter