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27.02.09

Energieversorgung

Wie in Berlin und Brandenburg die Gaspreise sinken

Im März und April 2009 senken mehrere Gasanbieter in Berlin und Brandenburg ihre Preise. Die Kunden in Privathaushalten können dabei bei durchschnittlichem Gasverbrauch teilweise mehr als 15 Prozent im Jahr sparen – oder knapp 270 Euro. Andernorts in Deutschland kann noch mehr gespart werden.

© DPA
Mehr als 400 Gasanbieter in Deutschland senken jetzt die Preise

Das Preisportal idealo.de hat für Morgenpost Online die Gaspreise der Gasversorger in Deutschland verglichen. Mehr als 400 Versorger senken ab März und April 2009 die Tarife deutlich. Darunter sind die kundenstärksten Anbieter E.on, RWE, EnBW und die Berliner Gasag.

"Die Preissenkungen basieren auf der Weitergabe der gesunkenen Beschaffungskosten, das heißt, auch ein Vergleich lohnt sich jetzt für den Verbraucher auf jeden Fall", sagte Alexa von Dewitz, Gaspreisexpertin bei Idealo, Morgenpost Online. Die Gaspreise sind an den Ölpreis gekoppelt, und dieser hatte zuletzt stark nachgegeben. In der Folge sanken auch die Importkosten für Gas zum Beispiel aus russischer Förderung.

Dennoch sind die Preisunterschiede im bundesweiten Vergleich extrem. So verlangen die Stadtwerke in Leipzig beispielsweise im "Besttarif" der Grundversorgung im Jahr fast 2000 Euro (bei einem angenommenen Verbrauch von 20.000 kWh). Die gleiche Leistung kostet bei den Stadtwerken Achim in Niedersachsen rund 1100 Euro (Grundpreistarif III). Das ist fast um die Hälfte billiger.

Viele Kunden können aber ab dem Frühjahr 2009 Geld sparent. Zum Teil liegt die Ersparnis bei rund 400 Euro im Jahr. Manche der Anbieter haben ihre Preise gegenüber dem bis Ende Februar gültigen Tarif um nahezu ein Viertel gesenkt.

Viele Anbieter, darunter beispielsweise RWE, hatten erst Anfang 2009 ihre Preise gesenkt. Nun folgt eine weitere Welle der Preissenkungen. Dabei soll es – laut RWE-Chef Jürgen Großmann – erst einmal bleiben. Eine weitere Reduzierung sei nicht in Aussicht, sagte Großmann auf der Bilanzpressekonferenz.

Im Durchschnitt fallen die Preise nun um etwa zwölf Prozent, das entspricht etwa 200 Euro im Jahr bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh). Allerdings ist Gas nach Angaben der Tarifexperten in diesem Jahr auch fast zwölf Prozent teurer als noch vor zwölf Monaten.

"Hinzu kommt, dass sich viele Verbraucher auf kräftige Nachzahlungen bei der nächsten Jahresendabrechnung einstellen müssen", sagte etwa Thorsten Bohg vom Vergleichsportal toptarif.de . Während der aktuellen Heizperiode, in der etwa vier Fünftel des jährlichen Energiebedarfs anfielen, seien die Tarife von den Gasversorgern vielfach um 20 Prozent und mehr angehoben worden.

Die Strompreise steigen nach Angaben der Fachportale anders als die Preise für Erdgas weiter. Mehr als 50 Anbieter, darunter RWE, kündigten für dieses Jahr Preiserhöhungen Prozent an, wie unter anderem idealo.de berichtete.

Quelle: AP/dpa/oht
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