02.05.11

Spanien

Barcelona sagt Nackten in der Stadt den Kampf an

Nun ist Schluss mit der Freizügigkeit: Wer zukünftig im Bikini durch Barcelona läuft, muss mit einer Strafe von bis zu 300 Euro rechnen. Für Nackte wird es noch teurer.

Foto: pa
Strand von Barcelona
Hier bleibt der Bikini weiter erlaubt: Urlauber am Strand von Barcelona

Wer allzu freizügig auf Barcelonas Straßen flaniert, muss künftig mit einer Geldstrafe rechnen: Der Gemeinderat der katalanischen Metropole hat beschlossen, "Nacktheit auf öffentlichen Plätzen" zu verbieten. Nacktbadende, die den Strandbereich verlassen, müssen in Zukunft mit Strafzahlungen von bis zu 500 Euro rechnen, wer in Badesachen durch die Stadt läuft, könnte dafür mit bis zu 300 Euro belangt werden.

Bei der Umsetzung der neuen Verordnung, die Mitte Mai in Kraft treten soll, wird sich die Polizei mit einigen für sie noch ganz ungewohnten Fragen konfrontiert sehen. So wurde laut einem Bericht der spanischen Tageszeitung "El País" vom 30. April bislang nicht geklärt, wo das "Top" aufhört und der Bikini anfängt, beziehungsweise, was noch als Shorts durchgeht, und was schon Badehose ist.

In dem verabschiedeten Text hieße es lediglich, das Verbot gelte für die ganze Stadt – "mit Ausnahme der Strandpromenaden und der unmittelbar angrenzenden Straßen". Wo genau die Grenze zwischen Strand und Stadt zu ziehen sei, sei allerdings nicht festgelegt.

Nach Angaben von "El País" würden die betreffenden Personen zunächst verwarnt und gebeten, sich stärker zu bedecken. Leisteten sie dem nicht Folge, werde Anzeige erstattet. Nackte müssten mit Bußgeldern zwischen 300 und 500 Euro rechnen, nur spärlich Bekleidete mit Strafen zwischen 120 und 300 Euro.

Ein weiteres Problem besteht in der Identifizierung der Zuwiderhandelnden, bei denen es sich ja meistens um Touristen handelt. Die Zeitung zitiert den Polizeigewerkschaftler Carlos Martínez: "Viele sind ohne Ausweis unterwegs und das bereitet bei der Anzeige große Probleme."

Vertreter des Hotelgewerbes, die sich für das Verbot eingesetzt hatten, zeigten sich mit dem Beschluss der neuen Verordnung zufrieden. Doch es gibt auch Kritik. So bemängeln manche, dass das Tragen von Badekleidung in Zukunft härter bestraft werden soll als etwa die Missachtung einer roten Ampel, für die nur rund 200 Euro verlangt werden. Unklar sei auch, was passiere, wenn beispielsweise ein Bauarbeiter mit nacktem Oberkörper durch die Stadt laufe.

Schon im Sommer vergangenen Jahres hatte die Stadt versucht, mit einer Plakat-Kampagne dem Tragen von Badekleidung in der Innenstadt Einhalt zu gebieten. Sehr erfolgreich scheint dieser Appell allerdings nicht gewesen zu sein.

Quelle: nic
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams
-
18.05.13Kreuzberg
Karneval der Kulturen 2013 in Berlin – Alles was Sie wissen müssen

Der Karneval der Kulturen hat mit dem obligatorischen Straßenfest am Blücherplatz begonnen. Höhepunkt ist wieder der große Umzug am Pfingstsonntag. Infos zum Fest und die Übersicht der Straßensperrun… mehr...

Die dänische Sängerin Emmelie de Forest hat den ESC gewonnen
08:29Malmö 2013
Eurovision Song Contest - Dänin vorn, Deutschland enttäuscht

Emmelie de Forest war die Favoritin der Buchmacher, und gewann mit ihrem Hippie-Chic tatsächlich den Eurovision Song Contest. Deutschland stürzt mit Euro-Trash-Klängen von Cascada auf Platz 21 von 26. mehr...


Flughafenchef Hartmut Mehdorn will den Airport Tegel bis 2018 offen halten und den BER etappenweise ans Netz gehen lassen. Mit seinen Plänen sind nicht alle Gesellschaftler zufrieden
07:22Hauptstadtflughafen
Was die Aufsichtsratsmitglieder von Hartmut Mehdorn halten

BER-Chef Mehdorn hat sich mit seinen neuen Hauptstadtflughafen-Plänen wenig Freunde gemacht. Besonders die Tatsache, dass er Tegel bis 2018 offen halten will, stößt vielen Politikern sauer auf. mehr...


In der U2 haben am Sonnabend mehrere Männer auf einen schlafenden Jugendlichen eingeschlagen
09:39Kriminalität
Schlägertruppe prügelt in U2 auf schlafenden 17-Jährigen ein

In einer Berliner U-Bahn kam es wieder zu roher Gewalt: Eine Gruppe von mehreren Männern wählte sich willkürlich einen schlafenden Jugendlichen als Opfer, und prügelte wild auf ihn ein. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Multimedia
Barcelona

Von Kickern, Gauklern und Gaudí

Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Der Futiklub Absolutely Ferguson
Zeit für Neues Beckham beendet seine aktive Fußballkarriere
Parlament Bundestag debattiert über Atommüllendlager
Cannes Emma Watson spielt Kriminelle in Coppolas Film
 
tb_airberlin.gif
airberlin - Destination…

airberlin baut die Verbindungen nach Polen aus. Erfahren…mehr

tb_Erste-Adressen.jpg
Berlins Erste Adressen

Eine Initiative der Berliner Kaufleute und der Berliner…mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Großeinsatz

Feuer in Berliner Autowaschanlage

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote