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02.09.10Jackpot geknackt
Berliner gewinnt fast 14 Millionen Euro im Lotto
Geldregen in Berlin: Mit einem Einsatz von 36,60 Euro hat ein Lotto-Tipper fast 14 Millionen Euro umgesetzt.
Nach Angaben der Deutschen Klassenlotterie hat ein Spieler aus Berlin im Spiel 6 aus 49 in der in der Lotto-Ziehung den Jackpot geknackt. Damit hat er 13901034,10 Euro gewonnen. Das hat es so in Berlin noch nie gegeben.
4, 11, 16, 19, 29, 36 und die Superzahl 9 waren die sieben richtigen Zahlen, die außer ihm keiner angekreuzt hatte. Und er hat noch mehr Chancen: Er hat einen Vierwochenschein mit zwölf Tipps eingezahlt und spielt weiter mit.
Der Gewinner, zu dem die Lottogesellschaft noch keine Angaben machte, ob er sich bereits gemeldet hat, hatte besonderes Glück. Denn er eroberte, was ganz selten vorkommt, sogar die Gewinnsummen der beiden ersten Klassen. Für den geknackten Jackpot darf er sich über 12,6 Millionen Euro freuen. Weil auch kein Mitspieler die sechs Richtigen ohne die Superzahl 9 hatte, wurde dem Berliner auch noch die Gewinnsumme von 1,2 Millionen Euro der Klasse 2 aufgestockt.
Erst zum dritten Mal in diesem Jahr heimste ein Berliner einen Millionengewinn ein. In den Rekordlisten hinten anstellen müssen sich zwei Berliner Tipper in Tiergarten und Köpenick, die jeweils 33229,50 Euro mit fünf Richtigen und der Zusatzzahl erhalten.
Wenn sich der neue Multi-Millionär mit seinem doppelten Anspruch zu erkennen gibt, muss er sich mit dem Reichtum allerdings noch ein wenig gedulden. Die Lottogesellschaft teilte mit, dass die Millionen erst von Dienstag, 14. September an in der Zentrale in der Brandenburgischen Straße abzuholen sind.
Dann wird er auf einen der eher wenigen Menschen treffen, die froh sind, wenn sie anderen große Summe übergeben können. Lotto-Vorstand Hansjörg Höltkemeier sagte am Donnerstag laut einer Mitteilung: "Ich freue mich riesig, dass ein Berliner als Einziger den Jackpot geknackt hat und ich wieder auszahlen darf."
A wie Ausschüttungsquote
In Deutschland werden 50 Prozent der Einnahmen wieder an die Lottospieler ausgeschüttet. Den Rest behält der Staat.
B wie Bundesgerichtshof
Am 19. Januar 2006 entschied der Bundesgerichtshof, dass "Lotto" ein Sammelbegriff für Zahlenglücksspiele ist. Er kann nicht als Wortmarke geschützt werden.
C wie Cash
Jede Lotto-Annahmestelle ist berechtigt eine Kopie des Gewinnscheines, im Zusammenhang mit einem speziellen Antrag auf Gewinnauszahlung auf ein bestimmtes Konto des Gewinners an die Zehntralen weiterzuleiten.Die Gewinnauszahlung wird dann innerhalb der nächsten 3-4 Wochen geschehen.
D wie Deutschland
Den ersten Millionär im deutschen Lotto gab es am 2. September 1956. Er gewann exakt 1.043.364,50 DM.
E wie Einsatz
Ein Tipp für eine Ziehung kostet in Deutschland 75 Cent.Es kommt allerdings noch eine Bearbeitungsgebühr dazu. In Österreich zahlen die Spieler übrigens einen Euro.
F wie Finanzamt
Geht im Falle eines Gewinns leer aus.
G wie Genua
Im 15. Jahrhundert entdeckten die Genuesen als erste das Lotto für sich. Ursprünglich war das Los dazu da, um die Ratsmitglieder neu zu bestimmen. Die Genueser schrieben neunzig Namen auf Zettel und zogen dann fünf davon. Natürlich entwickelte sich daraus ein Wettgeschäft.
H wie Hamburg
Hier wurde 1614 die erste große Lotterie auf deutschem Boden ausgespielt.
I wie International
Auch in vielen anderen Ländern wird Lotto gespielt. Allerdings nicht immer mit 6 aus 49: Österreich (6 aus 45), Niederlande (6 aus 45), Dänemark (7 aus 36 und 6 aus 48), Schweiz (6 aus 45), Griechenland (6 aus 49), Italien (6 aus 90), Litauen (6 aus 30), Belgien (6 aus 42), Spanien (6 aus 49), Schweden (7 aus 35), Bulgarien (6 aus 49, 6 aus 42 und 5 aus 35), Polen (6 aus 49 und 5 aus 42), USA (5 aus 55 und 1 aus 42, sowie 5 aus 56 und 1 aus 46).
J wie Justiziar
Bei der Ziehung der Lottozahlen ist immer ein juristischer Beamte eines Finanz- oder Innenministeriums dabei.
K wie Kombinationen
Beim Spiel 6 aus 49 gibt es genau 13.983.816 mögliche Zahlenkombinationen. Mit Superzahl sind es 139.838.160.
L wie Lotto
Alle Kinder scheffeln hart fürs Geld, nur nicht Otto, der spielt Lotto.
M wie Muster
Experten warnen davor, grafische Zahlenmuster zu tippen. Auch ganze Reihen sollte man nicht ankreuzen.
N wie Niete
Die Wahrscheinlichkeit beim deutschen Lotto eine "Niete" (Null, eine oder zwei Richtige) zu tippen liegt bei 98,1 Prozent.
O wie Oh my god
Der höchste Jackpot, der jemals geknackt wurde, lag bei 390.000.000 US-Dollar. Er wurde im März 2007 ausgespielt.
P wie Pech
Beim Roulette betragen die Verluste der Spieler in etwa 2,7 Prozent des Einsatzes. Beim Lotto sind es 50 Prozent.
Q wie Quote
Das ZDF freute sich am 15. Dezember 2004 über eine sensationelle Einschaltquote. 4,6 Millionen Zuschauer wollten damals die Mittwochs-Ziehung verfolgen.
R wie Rand
Experten raten dazu, Zahlen am Rand zu tippen. Außerdem gelten selten getippte Zaheln wie 16, 40 und 41 als guter Tipp.
S wie Spielgemeinschaft
Lottoscheine werden von Spielgemeinschaften gemeinsam nach bestimmten Systemen ausgefüllt. Dabei spielen mehrere Personen einen gemeinsamen Schein. Im Falle eines Gewinns wird geteilt.
T wie Toto
Toto bezeichnet mehrere Sportwetten über Fußball.
U wie Umsatz
Der Umsatz der Vereinigung der Lottogesellschaften der Bundesländer lag 2004 bei 8,4 Milliarden Euro.
V wie Verkauf
Die Deutschen kaufen fleißig Lottoscheine. 2006 betrugen die Spieleinsätze rund fünf Milliarden Euro.
W wie Wahrscheinlichkeit
Die Wahrscheinlichkeit sechs Richtige im Lotto zu tippen liegt bei 0,0000071511 (6 aus 49) Prozent.
X wie X
Die Zahlen auf dem Tippschein müssen mit einem X gekennzeichnet werden. Diese können hinterher maschinell eingelesen werden.
Y wie Y-Chromosom
Kommt der Ehemann nach Hause: "Frau, wir haben im Lotto gewonnen! Pack die Koffer!" Daraufhin seine Frau: "Sommer oder Winterkleidung?" Darauf er: "Ist mir egal, Hauptsache du bist in 10 Minuten verschwunden!"
Z wie Zusatzzahl
Sie gibt es seit dem 17. Juni 1956. Durch die Einführung sollte eine feinere Streuung der Gewinnausschüttung erreicht werden.
Quelle: dpa/lk
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