13.01.09

Schlechte Zahlen

Sony und Canon reißen Japans Börsen ins Minus

Der Walkman-Erfinder Sony muss wohl erstmals seit 14 Jahren einen herben Verlust vermelden. Schon die Gerüchte darüber haben den Aktienkurs des Unternehmens abstürzen lassen und dafür gesorgt, dass der Nikkei-Index um fast fünf Prozent nach unten rutschte. Doch auch von Canon gibt es schlechte Nachrichten.

Der japanische Elektronikriese Sony droht erstmals seit 14 Jahren tief in die roten Zahlen zu rutschen. Wie die Zeitung "Nikkei Business Daily" unter Berufung auf Unternehmensquellen berichtete, rechnet der Konzern für das im März 2009 endende Finanzjahr mit einem Verlust von 100 Milliarden Yen (etwa 841 Millionen Euro). Wegen schwacher Verkäufe während der Weihnachts- und Neujahrsferienzeit könne der Verlust sogar doppelt so hoch liegen. Experten gaben auch die schwache Nachfrage in Europa und den USA als Grund für den Einbruch an.


Nach Spekulationen über Verluste von Sony und Canon haben die Kurse an der Tokioter Börse am Dienstag nach unten gezogen. Für weitere negative Stimmung sorgten der stärkere Yen und die schlechten Vorgaben der Wall Street. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel bis zur Handelspause am Mittag um 4,3 Prozent auf 8456 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 4,4 Prozent auf 817 Punkte.


Sony notierte knapp acht Prozent schwächer bei 2020 Yen, nachdem in Medien berichtet worden war, der Elektronik- und Medienkonzern werde im laufenden Geschäftsjahr einen operativen Verlust von 100 Milliarden Yen (rund 1,1 Milliarden Dollar) einfahren. Zu Beginn des Handels hatten Sony gar 8,9 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag eingebüßt.

Canon gaben sieben Prozent auf 2910 Yen nach. Der Chef des weltweit größten Herstellers von Digitalkameras, Fujio Mitari, hatte Reuters am Sonntag gesagt, das Jahresend-Geschäft sei enttäuschend verlaufen. Zudem hatte er wegen des Nachfragerückgangs infolge der Rezession für sein Unternehmen ein schwieriges Jahr vorhergesagt.

Die Börse konnte erst am Dienstag auf die Nachrichten reagieren, weil die Märkte in Japan am Montag wegen eines Feiertages geschlossen waren.

Quelle: Reuters/PHJ
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