Wirtschaftskrise
DGB-Chef warnt vor "politischen Rattenfängern"
Sonntag, 28. Dezember 2008 13:33Die Wirtschaftskrise hat die deutsche Wirtschaft fest im Griff. Daraus wollen auch politische Akteure ihren Nutzen ziehen und für die kommenden Wahlen auf Stimmenfang gehen. Deshalb warnt der Deutsche Gewerkschaftsbund nun eindringlich vor "politischen Rattenfängern".
Die Menschen wollten eine Debatte haben, wie es zur Krise habe kommen können und wie so etwas künftig verhindert werden könne, sagte Sommer. Und natürlich müsse ihnen jetzt geholfen werden. „Wir brauchen also Prävention.“
Sommer bekräftigte, der DGB wolle auch vor den Wahlen im kommenden Jahr parteipolitisch unabhängig bleiben. „Wir werden keine Wahlempfehlung geben, sondern vielmehr unsere Themen deutlich machen: Dazu gehören der gesetzliche Mindestlohn, mehr Mitbestimmung, Existenz sichernde Renten und Kampf gegen Altersarmut sowie ein gerechtes Gesundheitssystem und die Aufarbeitung der Finanz- und Wirtschaftskrise.“
Trotz anderslautender Berichte gebe es keinen Pakt „mit irgendeiner im Parlament vertretenen Partei, und es wird auch keinen geben“, betonte der DGB-Chef. Aber natürlich werde der DGB die Wahlkampfzeiten nutzen, um Arbeitnehmerthemen in die Politik hineinzutragen. Klar sei auch, dass es mit allen Parteien im Bundestag inhaltliche Schnittmengen gebe, die mal größer, mal weniger groß seien.AP/PHJ
Erschienen am 26.12.2008
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