Einsteiger-Laptops
So schlagen sich Notebooks für 400 Euro im Test
Notebooks um 400 Euro – da sind Sparfüchse in ihrem Element. Welche Modelle günstig sind und trotzdem flott arbeiten, zeigt der Test.
Von Enno Bruns
Apple MacBook Air 13" 1,8 GHz (MC966D/A) Im Innern tat sich aber viel: Ab sofort werkelt das kleine MacBooks mit Intels Sandy-Bridge-Prozessor, macht mehr Tempo und zieht weniger Strom aus dem Akku. Zudem arbeitet es mit Mac OS X Lion – und die schnelle Thunderbolt-Schnittstelle ist Serie. Wie allen Apple-Notebooks fehlt dem Air-Modell aber ein USB-3.0. Positiv dagegen: Die beleuchtete Tastatur ist zurück. Testnote: gut (2,14) Stärken: Hohes Tempo, sehr leicht, lange Akkulaufzeit, schnelle Flash-Festplatte Schwächen: Nur zwei USB-Anschlüsse, kein USB 3.0, hoher Preis Test: Apple MacBook Air 13" (MC966D/A)
Auch wer beim Kauf scharf rechnet, kann ein Notebook bekommen, das richtig flott rechnet: Mit Büroprogrammen und Internet kommen Einsteiger-Geräte um 400 Euro problemlos klar. Computer Bild hat sieben aktuelle Modelle getestet.
Fit für die Arbeit, aber zu schwach für Spiele
- Arbeitstempo: Das Asus X54C sowie die Notebooks von Fujitsu und HP haben Zweikern-Pentium-Prozessoren von Intel mit 2,1 Gigahertz Taktfrequenz. Das Innenleben des Pentium ähnelt den teureren Core-i3-Prozessoren, die aber mehr Zwischenspeicher (Cache) haben und deshalb etwa 10 Prozent flotter arbeiten.
Bei der Arbeit mit Büroprogrammen erreichten die Notebooks mit Intel Pentium trotzdem die Note "gut". Selbst anspruchsvolle Aufgaben, zum Beispiel Video-Umrechnungen, erledigten sie in befriedigendem Tempo.
Langsamer arbeiten die Geräte von Acer, Samsung, Toshiba und das Asus X53BR. Ihre AMD-Prozessoren haben zwar ebenfalls zwei Rechenkerne, aber die laufen nur mit 1,3 bis 1,65 Gigahertz. Zudem ist der Cache mit 1 Megabyte recht klein.
- Spieletempo: Einsteiger-Notebooks haben nur einfache Grafikchips oder verwenden den Grafikteil des Prozessors. Für aktuelle Actionspiele sind sie viel zu langsam, die Leistung reicht allenfalls für grafisch einfache Spiele wie "Die Sims" .
Wie lang geht's ohne Steckdose?
Die Akkus der meisten Geräte reichen für zwei bis drei Stunden. Die größte Ausdauer zeigten die Kandidaten von Acer, HP und Toshiba mit über drei Stunden. Schlusslicht in dieser Disziplin war ausgerechnet der Testsieger Asus X54C mit einer Laufzeit von knapp zwei Stunden.
Die meisten Notebook-Bildschirme spiegeln
- Bildschirm: Alle Kandidaten bieten große Monitore mit 39,5 Zentimetern (15,6 Zoll) Bilddiagonale und 1366 x 768 Bildpunkten. Aber nur beim Asus X54C und beim HP sind die Schirme entspiegelt. Die glänzenden Displays der anderen Modelle können mit Reflexionen nerven.
- Festplatte: Auch in der 400-Euro-Klasse bieten aktuelle Notebooks viel Speicherplatz. 466 Gigabyte sind's bei den meisten getesteten Modellen, das Samsung hat 596 Gigabyte. Die beiden Asus-Modelle bieten 298 Gigabyte - das reicht, wenn keine große Musik- und Filmsammlung aufs Notebook soll.
- Anschlüsse: Zum Anschluss von externen Geräten wie USB-Stiften oder Druckern haben alle getesteten Notebooks zwei oder drei USB-Buchsen. Aber nur der Testsieger Asus X54C bietet einen Anschluss in der schnellen USB-3.0-Version.
Eine VGA-Buchse für den analogen Anschluss von externen Bildschirmen haben alle Kandidaten. Bis auf Acer und Toshiba haben alle Geräte auch einen HDMI-Anschluss, der eine bessere Bildqualität ermöglicht. Verbindung mit anderen PCs oder dem Internet können die Notebooks per Netzwerkkabel oder per WLAN aufnehmen. Bluetooth bieten nur Fujitsu und HP.
Fazit: In der Tempowertung waren die Notebooks mit Intel-Prozessor deutlich flotter als die AMD-bestückten Modelle. Test- und Preis-Leistungs-Sieger wurde das Asus X54C für 387 Euro – es arbeitet flott und bietet neben einem entspiegelten Display USB 3.0. Wer das Notebook überwiegend am Schreibtisch nutzt, kann auch mit der etwas knappen Akku-Laufzeit von zwei Stunden leben.
Quelle: Computer Bild. Mehr zum Thema finden Sie in der Computer Bild, Ausgabe 5/2012.
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