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12.02.12

Gesundheit

Medizin-Apps unterliegen keiner Qualitätskontrolle

Für Smartphones gibt es Hunderte Medizin-Apps. Doch viele kommen noch ungeprüft in die Stores. Neue Richtlinien sollen Abhilfe schaffen.

Skype Software S.a.r.l.

Skype Kostenlose Telefonate via Skype – auch von Handy zu Handy – sind längst Usus. Doch die Skype-App für Android kann noch mehr. Führen Sie Videogespräche über Skype zwischen Ihrem Android-Telefon und anderen Skype-Kontakten auf iPhone, Mac, Windows-PCs und sogar TV-Geräten (zum Beispiel: Samsung 3D LED TV, Serien C7700 und C8790) oder verschicken Sie Bilder, Videos, Dokumente und andere Dateien kostenlos. Auf iOS-Geräten stehen die Funktionen Telefonieren, Chatten und Videofonieren zur Verfügung. Download: Skype als iPhone-Version (gratis)Download: Skype als iPad-Version (gratis)Download: Skype für als Android-Version (gratis)

39 Bilder

In den App Stores von Apple und Android stehen derzeit rund 15.000 Apps zum Download bereit, die sich mit den Themen "Gesundheit" und "Medizin" beschäftigen. Dabei handelt es sich nicht nur um Praxissuchen, Apothekenübersichten oder Arzttermin-Erinnerer.

Im Zusammenspiel mit angeschlossenen Zusatzgeräten misst das iPhone den Blutdruck, den Blutzuckerspiegel und die Herzfrequenz oder nimmt Hör- und Sehtests vor. Auch Kliniken setzen etwa Tablet-PCs bei der Patientenvisite oder zur Verwaltung von Krankenakten ein.

Keine Qualitätssiegel und -kriterien

So gut oder so nützlich diese Apps auch sein mögen: Eine Qualitätskontrolle wie bei anderen medizinischen Geräten findet derzeit nicht statt. Ob und in welcher Form eine Medizin-App auf den Markt kommt, entscheidet nach geltendem Recht allein der Hersteller.

Was fehlt, sind eindeutige Qualitätssiegel, etwa vom Verbraucherschutz oder vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Auch die Art und Weise, wie Medizin-Apps die Daten übertragen, fällt nicht unter das Medizinproduktegesetz.

US-Behörden verbieten Apps

In den Vereinigten Staaten nimmt man sich des Problems an. Die zuständige Zulassungsbehörde FDA (US F ood and D rug A dministration) greift ein, wenn Sicherheitsrisiken bestehen. Beispiel: Als eine Firma eine Röntgenbild-App anbot, kam kurze Zeit später das Verbot.

Die Verantwortlichen begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Bilder auf kleinen Tablet-Touchscreens schlechter aufgelöst und damit schwerer interpretierbar seien – eine Fehlerquelle. Die Entwickler besserten nach und behoben die Probleme.

Zukunft: Bessere Medizin-Apps

Wenn die FDA in Zukunft Apps verstärkt unter die Lupe nimmt, hat das auch Auswirkungen für die deutsche App-Landschaft, da viele Programme es nicht mehr in den App Store schaffen. Dem Nutzer solcher Anwendungen bringen die geplanten Richtlinien dagegen vor allem einen Vorteil: Sind Ärzte zum Gebrauch von geprüften Apps gezwungen sind, lohnt sich die Investition in die Entwicklung entsprechend hochwertiger Apps.

Mehr zum Thema:

Ärzte warnen vor "Kollege" Dr. Google

Quelle: Computer Bild. Mehr Tests bei computerbild.de.

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