Unterhaltungselektronik
Google arbeitet an Musikanlage mit Android-System
Der Internetkonzern steigt in das Geschäft mit der Hardware ein. Die Unterhaltungselektronik lädt sich die Songs aus dem Google-Musikdienst.
Platz 7: Toshiba RL838G-Serie (Modell im Test: 40RL838G) Günstig für Kabel-TV: So viel Fernseher gab es selten für so wenig Geld. Und mit ihrem schmalen silbergrauen Rahmen sehen die TVs der RL838G-Serie richtig gut aus. Auf Extras wie USB-Aufnahme und Sat-Empfänger muss der Nutzer aber verzichten. Per Kabelanschluss kamen Bilder mit knackigem Kontrast und natürlichen Farben auf den Schirm - ähnlich wie bei den teureren Serien im Test. Die TV-Geräte zeigen auch die Internetextras der TV-Sender (HbbTV). Die weiteren Online-Angebote sind jedoch mager; immerhin lassen sich YouTube und das Fotoportal Flickr aufrufen. Stärken: kontrastreiches Bild Schwächen: kein Sat-Empfänger, wenige Internetfunktionen, leicht ruckelige Bewegungen Testergebnis: befriedigend (2,73) Preisurteil: günstig Preis: 539 Euro
Google will laut US-Zeitungsberichten ins Geschäft mit Unterhaltungselektronik einsteigen. Der Internet-Konzern entwickele eine Musikanlage, mit der man drahtlos verschiedene Räume beschallen könne, berichtete das "Wall Street Journal".
Der "New York Times" zufolge könnte es mit der Zeit auch um andere Medieninhalte gehen. Das Gerät mit dem Betriebssystem Android solle im Laufe des Jahres auf den Markt kommen und unter dem Google-Markennamen verkauft werden. Google hoffe, das Geschäft mit vernetzter Heimelektronik mit günstigen Preisen aufrollen zu können.
Schon seit Tagen wurde darüber spekuliert, welches Gerät sich hinter einem Google-Antrag bei der US-Telekomaufsicht FCC verbirgt. Der Internet-Konzern erbat dort die Erlaubnis, von Mitte Januar an 252 nicht näher bezeichnete Unterhaltungselektronikgeräte ein halbes Jahr in Häusern seiner Mitarbeiter zu testen.
Google hatte bereits im vergangenen Mai den Prototypen einer Android-Musikanlage demonstriert. Das bisher vor allem in Smartphones genutzte Betriebssystem soll nach damaligen Ankündigungen auch verstärkt bei Hausgeräten zum Einsatz kommen. Bisher tat sich in dieser Richtung jedoch nicht viel.
Ein Google-Unterhaltungssystem würde eine Lücke im Angebot des Konzerns schließen und zugleich den Wettbewerb mit Rivalen wie Apple, Microsoft und Amazon verschärfen. Die Songs könnten aus Googles eigenem Musikdienst kommen.
Zudem hat der Konzern große Pläne für seine Videoplattform YouTube . Mit hunderten neuen Themenkanälen wird sie gerade zu einem Wettbewerber für das klassische Fernsehen ausgebaut. Auf der Geräteseite setzte Google bisher auf Kooperationen mit etablierten Herstellern.
Eine erste Auflage von Settop-Boxen mit dem Namen Google TV, die Fernsehen und Internet-Angebote verschmelzen sollten, wurde jedoch zu einem teuren Flop. Jetzt wird die Technologie eher in Fernsehgeräte von Partnern wie Sony oder Samsung integriert.
Das Know-how für das neue Gerät könnte Google schon bald im Haus haben: Das Unternehmen ist gerade dabei, den Handy-Pionier Motorola zu übernehmen, der auch ein führender Hersteller von Settop-Boxen in den USA ist.
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