Virtueller Speicher
Google startet eigenen Cloud-Dienst Drive
Der Internetkonzern Google verstärkt sein Engagement im Geschäft mit der Datenspeicherung im Internet. Ein neuer Service Namens Drive soll es ermöglichen, Fotos, Videos und Dokumente auf Google-Server hochzuladen und sie mit anderen Nutzern zu teilen.
Bildbearbeitung Seit dem 1. März 2010 ist picnik.com die Online-Bildbearbeitung von Google+ und Picasa (unter dem Menüeintrag "Creative Kit"). Nun trennt sich Google zum 19. April wohl von picnik. Doch zum Glück gibt es Alternativen wie pixlr.com (Bild): Sieht aus wie Photoshop und fühlt sich auch so an.
Google will einen Online-Speicherdienst mit dem Namen Drive starten. Damit sollen Nutzer alle Arten von Dateien wie Fotos, Texte oder Videos auf Google-Servern speichern können. Der Start sei für die nächsten Wochen oder Monate geplant, wie das "Wall Street Journal" berichtete. Für besonders große Datenmengen wolle Google eine Gebühr verlangen.
Damit kommt Google dem in den USA bekannten Wettbewerber Dropbox in die Quere, der mehr als 45 Millionen Nutzer zählt. Das Speichern von bis zu zwei Gigabyte an Daten ist dort kostenlos. Insgesamt gaben Nutzer 2011 für das Speichern von Daten im Netz weltweit 830 Millionen Dollar aus. In diesem Jahr sollen es 1,2 Milliarden Dollar werden.
Über eine Online-Festplatte von Google wird bereits seit Jahren spekuliert, bisher ließ sie aber auf sich warten.
Dem Zeitungsbericht zufolge wird man bei Google Drive auch Links zu den gespeicherten Dateien verschicken können. Wenn man zum Beispiel ein Smartphone-Video mit seinen Bekannten teilen will, reicht es, wenn man die Datei auf die Plattform hochlädt und einen Link verschickt.
Anbieter solcher Dienstleistungen stehen derzeit massiv unter Druck, seit die amerikanischen Behörden die große Plattform Megaupload vom Netz genommen haben. Dort wurden laut US-Ermittlern in großem Stil urheberrechtlich geschützte Inhalte wie aktuelle Kinofilme hochgeladen, die anschließend per Internet-Link abgerufen werden konnten.
Google hat allerdings bereits bei der Videoplattform YouTube Mechanismen gegen Online-Piraterie im Einsatz.
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