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11.03.10

Onlinebuchung

Welche Rolle das Internet beim Urlaub spielt

"Bin ich schon drin?" fragte einst Boris Becker in einem Werbespot für einen Internetprovider. "Wer 'drin' ist, nutzt es auch für den Urlaub" lautet ein aktuelles Fazit von Dr. Peter Aderhold von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen. Welche Rolle das Internet wirklich spielt – neue Daten und Fakten.

© Infografik
Travel-Blogger

Das Internet ist aus dem normalen Alltag und im Job für Viele nicht mehr verzichtbar, ein Offline-Leben nicht mehr vorstellbar. Aktuelle Nachrichten, die schnellste Busverbindung von A nach B, der beste Preis für einen MP3-Player – das Web ist unerschöpflich.

Auch im Bereich Reise ist das Thema "online" nicht mehr wegzudenken, nach anfänglich tapsigen Schritten durch den WWW-Dschungel bieten längst auch die klassischen Reiseveranstalter ihren Kunden Hotel- und Zielgebietsinformationen und selbstverständlich auch die Möglichkeit, neben dem herkömmlichen Reisebüro auch den heimischen Computer als Buchungstool zu nutzen.

Internetportale mit Angeboten für fast jede Reiseform sind heute eine Alltäglichkeit, Bewertungsplattformen spielen beim Buchungsentscheid einen zunehmend wichtigeren Part und virtuell agierende Reiseveranstalter, die vollends ohne gedruckte Hochglanzkataloge auskommen – dabei aber viel mehr Informationen bieten können – sind keine Seltenheit mehr.

Auf der aktuell in Berlin stattfindenden Internationalen Tourismus-Börse ITB hat der vor fünf Jahren gegründete " Verband Internet Reisevertrieb " jetzt etliche Daten und Fakten zum Thema Online-Reisemarkt präsentiert.

An der Urlaubsreiseintensität der Deutschen (über 14 Jahren) ändert sich nichts: Die Nachfrage, so Dr. Peter Aderhold von der Forschungsgemeinschaft FUR , die alljährlich die "ReiseAnalyse" herausgibt, ist "auf hohem Niveau stabil". 75,7 Prozent der Deutschen unternahmen im Vergangenen (Krisen-) Jahr eine Urlaubsreise. Im Jahr 2001 verfügten 31 der Deutschen über 14 Jahre über einen Internetzugang, 2010 sind es bereits 68 Prozent.

Betrachtet man nun den Zeitraum 2005-2009 hinsichtlich der Urlaubsorganisation, Buchungsstellen und Buchungswege, hat es allerdings einige interessante Verschiebungen: So haben die Buchungen von Pauschal- und Bausteinreisen über diesen Zeitraum um drei Prozentpunkte abgenommen, die Direktbuchung von Einzel-Unterkünften dagegen einen Zuwachs von 27 auf 33 Prozent verzeichnet.

Der Trend weg vom Reisebüro, hin zum Internetportal lässt sich mit folgenden Zahlen der "ReiseAnalyse" ( www.fur.de ) untermauern: Lag der Anteil der im Reisebüro gebuchten Reisen 2005 noch bei 44 Prozent, sank er 2009 auf 37 Prozent. Die Direktbuchungen beim Reiseveranstalter verharrten unverändert bei acht Prozent, doch der Anteil der Internetportale wuchs von sieben auf zwölf Prozent.

Auch der Buchungsweg nimmt eine andere Richtung: Wurden die Buchungen vor fünf Jahren zu 57 Prozent persönlich vorgenommen, schrumpfte dieser Anteil 2009 auf 48 Prozent. Der Buchungsweg "telefonisch" stieg von 23 auf 26 Prozent, der für "Online/E-Mail" von 14 auf 22 Prozent aller Urlaubsreisen und per "Fax/Brief" buchten 2005 fünf Prozent, vier Jahre später vier Prozent.

Gemäß der "ReiseAnalyse" hat sich der Anteil derjenigen, die im Internet schon nach Urlaubsinfos gesucht haben im vergangenen Jahrzehnt mehr als verdreifacht: 2001 lag der Anteil bei 15 Prozent, für 2010 werden 51 Prozent angegeben. Die Zahl der Online-Bucher ist gar um 630 Prozent gegenüber 2001 gestiegen: Damals waren es vier Prozent der deutschen Bevölkerung über 14 Jahren, die eine Urlaubsleistung im Internet buchten, 2010 sind es 29 Prozent (unter den "Onlinern" sind es gar 53 Prozent). Das Fazit von Dr. Peter Aderhold von der Forschungsgemeinschaft FUR, die alljährlich die "ReiseAnalyse" herausgibt: "Wer sowieso drin ist (im Internet), nutzt es für den Urlaub".

Die drei meistgesuchten Informationen im Netz sind "Reiseziel-Infos" (73 Prozent), "Preisvergleich" (66 Prozent) und "Info Unterkunft" (64 Prozent). Die Online-Buchungen von Reiseleistungen verteilen wie folgt: Unterkunft 31 Prozent, Flugticket 23 Prozent, Eintrittskarte 21 Prozent, Reiseveranstalter-Pauschalreise 19 Prozent, Fahrkarte 13 Prozent, Mietwagen 9 Prozent.

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