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Suchmaschine

Google stößt mit Suche in die TV-Welt vor

Der Internet-Konzern Google testet derzeit eine Suche für Fernsehsendungen. Nicht im Internet, sondern direkt am Fernseher. Eine Settop-Box stellt die dafür nötige Datenverbindung her. Neben Fernsehsendungen werden auch Youtube-Clips gefunden. Damit könnte Google seine Werbung auch Fernsehzuschauern zukommen lassen.

Nach dem Internet will der Suchmaschinenkonzern Google nun auch die TV-Welt erobern. Laut „Wall Street Journal“ testet das Unternehmen gemeinsam mit dem Satellitenfernsehen-Anbieter Dish Network derzeit eine Suche für das Fernsehen. Obwohl das Projekt bereits seit einigen Monaten läuft, ist es Google gelungen, es bis jetzt geheim zu halten. Nur ausgewählte Angestellte und ihre Familien dürfen am Test teilnehmen.

Nutzer benötigen für die Suche eine Settop-Box, die an den Fernseher angeschlossen wird. Über eine Tastatur lässt sich gezielt nach Lieblingssendungen fahnden. Zugleich sollen im Internet Seiten wie das Video-Portal Youtube durchsucht werden. Auf diese Weise könnten sich Nutzer ein Programm nach persönlichen Vorlieben gestalten und speichern.

Die neue Suche ist nicht der erste Vorstoß des Konzerns in die Fernsehwelt. Bereits seit 2007 versucht Google seine Anzeigenvermarktung, über die mehr als 90 Prozent des Umsatzes gemacht werden, auch auf Fernsehsender auszudehnen. Google TV ermöglicht es Werbetreibenden in den USA, in einer Online-Auktion Werbezeiten im Fernsehen zu ersteigern. Bisher ist es dem Unternehmen aber nicht gelungen, daraus ein nennenswertes Geschäft zu machen.

Sollte der jüngste Test erfolgreich sein, könnte der Konzern über das Internet eigene Anzeigen auf dem TV-Bildschirm des Nutzers einspielen. Auf diese Weise könnte Google am Ende sogar die Fernsehsender umgehen und müsste die Werbeeinnahmen nicht einmal mehr teilen, wie es jetzt bei Google TV der Fall ist. Darüber hinaus wäre Google in der Lage, Werbespots gezielt an einzelne Personen zu leiten. Wegen der vielen Google-Dienste kennt der Konzern die Vorlieben seiner Nutzer sehr genau. Die Streuverluste wären deutlich kleiner, als es heute bei Fernsehsendern der Fall ist.

heu



Erschienen am 09.03.2010

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