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Heikle Kurzadressen

In die Ferien mit kz.de – Shoppen bei ss.de

Die Internetverwalter Denic haben in Deutschland die Internetadressen kz.de und ss.de vergeben. Die Registrierungsstelle verteidigt die heiklen Domains – ähnlich den Abkürzungen für Konzentrationslager (KZ) und die Schutzstaffel der Nazis (SS) – als korrekt. Zwei Firmen sicherten sich die Adressen.

BGH verhandelt über Domainnamen im Internet
Foto: dpa

Bei der erstmaligen Vergabe von Internetadressen mit nur zwei Buchstaben hat die deutsche Registrierungsstelle Denic auch mehrere Domains mit brisanten Kürzeln wie „kz.de“ oder „ss.de“ vergeben. Registriert wurden zudem die Adressen „sa.de“ und „hj.de“, wie Abfragen der Denic-Datenbank am Wochenende ergaben.

Denic-Chefin Sabine Dolderer sagte dem Nachrichtenmagazin „Focus“, diese Entscheidung sei bewusst getroffen worden. „Wir haben uns für eine Freigabe entschieden, da die Begriffe als solches nicht rechtswidrig sind.“ In Kombination mit entsprechenden Inhalten könnten sie hingegen „durchaus der Aufklärung dienen“.

Rechtsextreme Absichten wiesen die Betreiber von „kz.de“ und „ss. de“ auf Anfrage von „Focus“ zurück. Demnach soll „kz.de“, das von einer Gastronomiegesellschaft aus Norddeutschland registriert wurde, für eine Ferienvermittlung verwandt werden.

Für „ss.de“ ist demnach ein Shoppingangebot geplant. Internetadressen mit „de“-Endung und nur zwei Buchstaben sind erst seit gut einer Woche möglich. In den ersten Tagen hatte es einen großen Ansturm auf die neuen Domainnamen gegeben.

AFP/AP/jk



Erschienen am 02.11.2009

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