19.02.2013, 14:16

Fast-Food-Kette Twitter-Hack beschert Burger King 30.000 neue Follower


Geschmacksfrage: Unbekannte verkündeten über den gehackten Account, dass Burger King an McDonald’s verkauft werde, weil der „Whopper“-Burger gefloppt sei

Foto: Facundo Arrizabalaga / dpa

Geschmacksfrage: Unbekannte verkündeten über den gehackten Account, dass Burger King an McDonald’s verkauft werde, weil der „Whopper“-Burger gefloppt sei Foto: Facundo Arrizabalaga / dpa

Witzbolde hatten das Konto der Fast-Food-Kette gekapert. Am frühen Dienstagmorgen meldete sich die Firma zurück - mit großer Resonanz.

Für mehr als eine Stunde war am Montag das Konto von Burger King unter fremder Kontrolle. Erst danach wurde der Account @BurgerKing von Twitter gesperrt.

In dieser Zeit wurde unter anderem der Verkauf an den Fast-Food-Rivalen McDonald's verkündet – "weil der Whopper gefloppt ist". Das Burger-King-Logo wurde entsprechend durch das von McDonald's ersetzt.

Danach folgten geschmacklose Scherze über den angeblichen Drogenkonsum von Mitarbeitern ("Das ist der Grund, warum wir an @mcdonalds verkauft wurden. Alle unsere Mitarbeiter schnupfen und schmeißen auf der Toilette Schmerzmittel ein.").

Zahl der Abonnenten steigt von 80.000 auf 111.000

Am frühen Dienstagmorgen europäischer Zeit bekam das Unternehmen den Account zurück und gab sich bemüht unaufgeregt: "Interessanter Tag hier bei Burger King, aber wir sind zurück", hieß es im ersten Tweet, der bis mittags rund 2300 Mal geteilt wurde.

Was die Zahl der Follower angeht, hat der Zwischenfall der Firma offensichtlich nicht geschadet: Diese stieg auf rund 111.000. Vorher hatten etwa 80.000 Interessierte @BurgerKing abonniert.

Wer auf welche Weise in das Twitter-Profil eingebrochen ist, blieb zunächst unklar. Als die Hacker ihre Scherze trieben, behielt das Konto die ganze Zeit weiter das blaue Häkchen, das die Echtheit eines von Twitter selbst bestätigten Accounts garantieren soll. Nach der Freischaltung am Dienstagmorgen fehlte das Zeichen dagegen zunächst.

Mitgefühl von Konkurrenten Wendy's und McDonald's

Bei Twitter können bis zu 140 Zeichen lange Nachrichten sowie Links zu Webseiten, Bildern oder Videos an die Abonnenten verbreitet werden. Auch immer mehr Unternehmen nutzen den Dienst als Marketing-Kanal oder zur Kommunikation mit ihren Kunden.

"Mein Alptraum spielt sich gerade bei @BurgerKing ab", schrieb bei Twitter Amy Rose Brown, die beim Konkurrenz-Unternehmen Wendy's die Social-Media-Aktivitäten betreut. Das Twitter-Team bei McDonald's drückte den Kollegen ihr Mitgefühl aus – und stellte zur Sicherheit klar: "Seien Sie versichert, wir hatten nichts mit dem Hack zu tun."

Trotz des sprunghaften Anstiegs der Abonnentenzahl liegt Burger King im Twitter-Vergleich deutlich hinter der Konkurrenz: McDonald's etwa folgen mehr als 960.000, Wendy's gut 148.000 Nutzer.

(BM)
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