Social Media
Wenn die Mars-Sonde aus dem All twittert
Die Nasa haucht ihren Weltraum-Schöpfungen wie Mars-Rover "Curiosity" Leben ein - mit eigenen Twitter-Accounts.
Als am Montag der Nasa-Rover "Curiostiy" erfolgreich auf dem Mars landete, freuten sich nicht nur seine Entwickler und alle Weltraumfans. Auch die schon etwas in die Jahre gekommenen Sonden "Voyager" 1 und 2, die seit 1977 am Rand unseres Sonnensystems unterwegs sind, beglückwünschten ihre junge Kollegin zur erfolgreichen Landung - via Twitter.
"Viel Glück, @MarsCuriosity! Wir wünschten, hier draußen am Rand des Sonnensystems gäbe es hochauflösende TV-Übertragungen!" twitterten die Voyager-Sonden. Auch Sonden-Kollegin "Phoenix" war in Gedanken bei "Curiosity" und fühlte sich wohl an ihre eigene Reise zum roten Planeten erinnert: "Vor vier Jahren feierte unser Team eine perfekte Landung auf dem Mars. Die besten Glückwünsche an 'Curiositys' Team zur sicheren Landung im August.
Simulierte Gespräche zwischen Weltraumsonden
Sie teilen ihre Gefühle mit, beglückwünschen, ärgern, freuen und langweilen sich: nahezu alle Missionen, Einrichtungen und einzelne Forschungsgruppen der Nasa haben ihre eigene Accounts bei Twitter, Facebook, Youtube und anderen Internetplattformen.
Die Nasa hat soziale Netzwerke schon lange für sich entdeckt. Sie simuliert Gespräche zwischen Sonden, Teleskopen, Raumfahrzeugen und führt eine Art "Online-Drama" für alle Weltraumbegeisterten im Netz auf. So können diese ihrer Lieblingssonde bei Twitter folgen und ihr so ganz nah sein.
Unsere elektronischen Freunde im Weltraum halten uns permanent auf dem Laufenden. Sie twittern was das Zeug hält: die alten Marsrover "Spirit" und "Opportunity" retweeten fleißig das, was ihre Kollegenverbreiten, die "Cassini"-Sonde und der "Lunar"-Orbiter teilen Bilder von unterwegs und das "Kepler-Weltraumteleskop" hat schon mal einen Musiktipp auf Lager, mit dem es sich besonders gut auf dem Mars landet ("All or nothing at all" von Frank Sinatra).
"Curiosity" hat bereits 470.000 Follower
Aber nicht erst seit gestern hält uns die Weltraumelektronik über ihre großen und kleinen Wehwechen auf dem Laufenden: Schon 2008 twitterte "Phoenix", dass sie so gerne jetzt einen heißen Kaffee, Fernsehen und ein iPhone 3G hätte.
Für die Nasa sind Twitter, Facebook und Co. nützliche PR-Instrumente. Und so täuscht sie der Fangemeinde via Social Media eine ganz besondere Nähe zu den eigenen Schöpfungen vor. Von den Usern wird das dankbar und vor allem zahlreich angenommen: Rover "Curiosity" hat bereits fast 470.000 Follower - mehr als die meisten irdischen Twitter-User.
















