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07.09.12

Medien

Apple entzieht Samsung Auftrag für iPhone-Teile

Der Streit zwischen Apple und Samsung nimmt immer größere Ausmaße an. Jetzt soll Apple den Auftrag für iPhone-Teile zurückgezogen haben.

Foto: REUTERS
Apple's iPhone and Samsung Galaxy Note are displayed at a shop in Tokyo
Der Streit Apple kontra Samsung mutiert zu einer endlosen Geschichte

Das tiefe Zerwürfnis zwischen Apple und Samsung schlägt sich laut Medienberichten auch bei der Produktion des neuen iPhone nieder. So habe Apple Aufträge für Speicherchips bei Samsung abgezogen und an andere Zulieferer vergeben, berichtete unter anderem das "Wall Street Journal" am Freitag. Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg gab es Meinungsverschiedenheiten um den Preis. Apple und Samsung sind langjährige Geschäftspartner und zugleich Rivalen, die in einem erbitterten Patentkrieg stecken.

Der Hauptprozessor des nächsten iPhone wird den Berichten zufolge weiterhin von Samsung produziert. Dagegen dürften zumindest die ersten Geräte keine Samsung-Displays enthalten. Auch beim erwarteten kleineren iPad-Modell setzte Apple auf zwei andere Hersteller, schrieb Bloomberg. Apple wird das neue iPhone voraussichtlich am 12. September vorstellen und wenig später auf den Markt bringen. Das kleinere iPad wird laut Medienberichten für Oktober erwartet.

Gerüchte um neues Internet-Radio

Vor der Präsentation am 12. September, bei der auch die Vorstellung des iPhone 5 erwartet wird, kursieren immer neue Gerüchte um weitere technische Neuerungen beim Konzern aus Cupertino. So arbeitet Apple laut einem Zeitungsbericht an einem Internet-Radio, um seine starke Rolle im Musikgeschäft gegen neue Rivalen zu verteidigen. Es gehe um einen Dienst, bei dem kostenlos ein an den Musikgeschmack des Nutzers angepasstes Programm abgespielt wird, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen. Apple habe allerdings erst vor kurzem Gespräche mit der Musikindustrie über entsprechende Rechte aufgenommen und es könnten noch Monate vergehen, bis ein solches Angebot startet. Die Aktie des Internet-Radios Pandora stürzte nach dem Bericht um fast ein Fünftel ab.

Apple experimentiert bereits seit Monaten in iTunes mit kostenlosen Streaming-Angeboten, damit die Nutzer mehr neue Musik kennenlernen. So wurde den iTunes-Kunden am Donnerstag das neue Album "Tempest" von Bob Dylan kostenlos zum Streaming bereitgestellt. Ein größerer Streaming-Dienst wurde von Apple bislang allerdings nicht gestartet, weil die Höhe der Lizenzforderungen der Musikkonzerne den iPhone-Anbieter abgeschreckt habe, schrieb die Zeitung.

Bisher ging Apple nur sehr behutsam auf dem Musikfeld vor – denn schließlich hat der Konzern ein lukratives Download-Geschäft, das man nicht selbst aushöhlen will. Ein erster Schritt in diese Richtung war aber schon das Angebot iTunes Match, bei dem Nutzer ihre Musik für eine Jahresgebühr auf Apple-Servern lagern und von dort auf verschiedene Geräte herunterladen können. Technisch wäre ein Streaming-Dienst für Apple kein Problem, was der Konzern gerade auch mit den Live-Übertragungen von seinem jährlichen Musikfestival in London beweist.

Quelle: dpa/alu
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