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02.09.08

Gesundheit

Haustiere haben im Bett nichts verloren

Knuddeln, streicheln, kuscheln: Herrchen und Frauchen teilen sich das Bett gerne mit Hund, Katze oder anderen Tieren. Doch wer sein Haustier bei sich schlafen lässt, riskiert seine Gesundheit, warnen Mediziner. Tierkeime können die Atemwege entzünden und krankhaft verändern.

pa

Sein naher Verwandter, das borstige Riesenhausschwein, braucht allerdings ein noch größeres Bett. Doch Frauchen teilt ja zum Glück gern.

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Man redet nicht offen darüber, und so berufen sich Schlafforscher auf Schätzungen: Fast jeder zweite Hund und nahezu jede Katze, so glauben sie, teilt mit Herrchen oder Frauchen das Bett. Mediziner sehen diese Form von Tierliebe ungern.


Eine neue Studie gibt ihnen Recht. Demnach kann ein Hund im Kinderbett die Atemwege des Nachwuchses krank machen, mit der Folge, dass das Kind im Laufe seines Lebens schnarcht.


Karl Franklin vom Universitätskrankenhaus Umea und seine Kollegen haben 15.556 Skandinavier über ihre Kindheit und über ihre Schnarchgewohnheiten befragt. 18 Prozent der Teilnehmer gaben an, mindestens drei Nächte in der Woche lauthals zu schnarchen.


Die Untersuchung ergab einen deutlichen Zusammenhang des Schnarchens mit einem infektbedingten Krankenhausaufenthalt noch vor dem zweiten Geburtstag, mit Ohrinfektionen in der Kindheit oder mit dem Aufwachsen mit vielen Geschwistern.

Aber auch das Vorhandensein eines Hundes im Kinderzimmer wurde als Risikofaktor für das spätere Schnarchen registriert. Die Ursache dafür, vermuten die Mediziner, liegt darin, dass vom Tier übertragene Keime die Atemwege entzünden und krankhaft verändern – und so die Anlage zum Schnarchen gelegt wird.


Im Übrigen haben Tiere auch im Schlafzimmer von Erwachsenen nichts verloren, sagen Schlafforscher, die sich um den tiefen, ruhigen Schlaf ihrer Patienten sorgen. Das Ruhebedürfnis von Mensch und Tier lasse sich nur schwer in Einklang bringen.


Katzenbesitzer wissen: Mitzi ist nachtaktiv und legt sich auch mal auf den Kopf ihres Menschen. Und Hundebesitzer wissen, dass Bello in der Nacht mehrmals den Schlafplatz wechselt, trinken oder Gassi gehen will. Gut 20 Prozent der Hunde schnarchen, zehn Prozent der Katzen.


Wenn das Tier von einem Partner in die Beziehung gebracht wird, sieht es den anderen als Rivalen. Da kann es passieren, dass ein Tier einen Partner aus dem Bett drängt. Die Frage, ob es zwischen Zwei- und Vierbeinern nicht allzu sehr menschelt, stellt sich im Schlafzimmer schon lange nicht mehr.

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