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09.02.12

Fasten

Hungern taugt nicht als Methode zum Abnehmen

Fasten führt beim Abnehmen selten zum Ziel. Schnell sind Unzufriedenheit und Heißhunger zur Stelle. Die Abwehrreaktionen torpedieren dann das Vorhaben.

dpa/DPA

Mythos 2: Wenn ich Sport mache, kann ich so viel essen wie ich will. Theoretisch ja, praktisch leider nein. Wenn man mehr Kalorien aufnimmt, als man verbrennen kann, dann nimmt man auf Dauer zu. Seine Lieblingsspeisen kann man also leider nicht alle auf einmal verzehren. Denn um den Kaloriengehalt wieder abzubauen, müsste fast der gesamte Tag aus Sport bestehen. Ein Beispiel zeigt: Um den Kaloriengehalt einer Mozzarella-Pizza zu verbrennen, müsste eine 60 Kilo schwere Frau etwa 75 Minuten Rad fahre oder 60 Minuten joggen.

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Spätestens mit Beginn der Fastenzeit am Aschermittwoch machen sich viele Menschen Gedanken über ihr Gewicht. Null-Diäten sind aber das falsche Mittel für die Frühlingsfigur, warnt Jan Prinzhausen, Ernährungsberater und Dozent an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement/BSA-Akademie in Saarbrücken. "Nach einigen Tagen Hungern stellen sich schnell Unzufriedenheit und Heißhunger ein, da sich der Körper gegen die Gefahr des Verhungerns wehrt."

Um dieser Abwehrreaktion vorzubeugen, muss der Magen gefüllt und der Bedarf an lebenswichtigen Nährstoffen gedeckt sein. "Die Nahrungszufuhr und Lebensmittelauswahl sollte nicht zu radikal eingeschränkt werden, da schnelles Abnehmen zum Jojo-Effekt führt", erläutert der Experte. Zudem ist es nicht möglich, dauerhaft auf angeblich Diät-untaugliche Lebensmittel zu verzichten.

Die Basisernährung zum Abnehmen besteht aus Gemüse und Hülsenfrüchten, Obst, Blattsalaten, Nüssen sowie Meeresfisch, fettarmem Fleisch, Geflügel und Milch beziehungsweise Milchprodukten. "Davon darf es auch mehr sein", rät Prinzhausen. Solche eiweißreichen Lebensmittel verhinderten zudem den Muskelabbau. Dieser gehe mit einer Verlangsamung des Stoffwechsels und gestörten Fettverbrennung einher.

Als Mittagessen schlägt er anstelle von Nudeln und Nackensteak mit Soße vor: zwei Kartoffeln und zwei Portionen Brokkoli sowie Fischfilet mit Zitronensaft, zum Nachtisch Joghurt mit Obststücken. "Dann darf es nachmittags neben einem Apfel auch etwas Schokolade oder Ähnliches sein."

Quelle: dpa/cl
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