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02.05.11

Ernährung

Zweifel am Nutzen von Margarine als Cholesterinkiller

Forscher stellen den Nutzen von Margarine oder Joghurts als Cholesterinsenker infrage. Bisher gebe es keinen Nachweis für positive Effekte.

pa

Die Saponinen in Erbsen nehmen den Cholesterinspiegel regelrecht in die Zange. Den größten Saponin-Gehalt haben Kichererbsen.

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Wissenschaftler bezweifeln den gesundheitlichen Nutzen sogenannter cholesterinsenkender Lebensmittel. Bestimmte pflanzliche Wirkstoffe, mit denen zum Beispiel Margarine oder Milchprodukte angereichert sind, hätten keinen nachgewiesenen Nutzen für die Herzgesundheit und könnten im Gegenteil sogar negative Effekte haben, erklärten Experten am auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) in Mannheim. Es seien mehr Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit von angeblich cholesterinsenkenden Lebensmitteln nötig.

Bestimmte pflanzliche Wirkstoffe, so genannte Sterole, sind strukturell dem Cholesterin ähnlich und hemmen seine Aufnahme im Darm. Sie kommen in pflanzlichen Fetten oder Ölen vor, wie sie aus Sonnenblumensamen, Weizenkeimen oder Sojabohnen gewonnen werden. Aufgrund dieser cholesterinsenkenden Wirkung werden pflanzliche Sterole sogenannten funktionellen Lebensmitteln wie Margarine oder Joghurts künstlich zuzusetzen

Nach Angaben der Wissenschaftler gibt es aber bisher keinen Nachweis dafür, dass die mögliche cholesterinsenkende Wirkung der pflanzlichen Wirkstoffe einen messbaren Nutzen für die Herzgesundheit bringt. Solle durch diese Phytosterole das Cholesterin tatsächlich um zehn Prozent reduziert werden, wären zudem Mengen von zwei Gramm und mehr pro Tag nötig. Dies entspräche beispielsweise 425 Tomaten.

Würden Lebensmittel mit solchen Mengen an Phytosterolen angereichert, entspreche dies nicht dem Ansatz einer gesunden Ernährung, warnten die Experten. Mehrere Untersuchungen hätten zudem Hinweise geliefert, dass Phytosterole, die sich im Körper ablagern, möglicherweise sogar negative Effekte auf Herz und Gefäße haben könnten.

Quelle: AFP/mab
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