Immunschwäche
Weniger Menschen infizieren sich mit Aids
Mittwoch, 1. Juni 2011 16:16Die gute Nachricht: Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Aids-Virus sinkt. Die schlechte Nachricht: Die Gesamtzahl der Aids-Kranken ist stabil. Experten sehen ein Dilemma: HIV ist weltwelt für vier Prozent der Todesfälle verantwortlich – doch fast 25 Prozent der öffentlichen Gelder im Gesundheitsbereich werden dafür ausgegeben.


Die Zahl der insgesamt mit dem Aids-Virus infizierten Menschen ist in den vergangenen zwei Jahren weltweit nahezu unverändert bei 33 Millionen geblieben. Wie die Experten der Vereinten Nationen mitteilten, hatte die Epidemie vermutlich schon etwa 1996 ihren Höhepunkt erreicht.
Laut UN-Bericht gibt es derzeit schätzungsweise 33,4 Millionen Menschen mit einer HIV-Infektion weltweit. 2007 waren es 33,2 Millionen. Die Zahl basieren auf mathematischen Modellen, der Fehlerspielraum liegt allerdings bei einigen Millionen.
Angesichts der Bestätigung seitens der UN, dass die HIV-Infektionen in den meisten Ländern zurückgehen, forderten Experten, dass sich auch der Einsatz von Spendengeldern verändern müsse. Weltweit ist HIV für vier Prozent aller Todesfälle verantwortlich, fast ein Viertel der öffentlichen Gelder im Gesundheitsbereich wird aber hierfür ausgegeben.
Ein Anstieg der Kosten wird auch erwartet, weil immer mehr Menschen lebensverlängernde Aids-Medikamente erhalten. Der Bericht weist auch darauf hin, dass dort, wo eine Behandlung möglich ist, die HIV-Raten stabil sind oder sogar leicht steigen. Es müsse deshalb noch viel mehr in der Aids-Prävention getan werden.
epd/AP/cl
Erschienen am 24.11.2009


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