21.09.09

Zahngesundheit

Im Durchschnitt zwölf kranke Zähne pro Gebiss

Karius und Baktus, zwei Comic-Bakterien, die bereits Kinder zur Zahnhygiene anregen sollen, haben versagt – neue Studien zeigen: Jeder vierte Mann verzichtet abends auf das Zähneputzen und jeder Siebte, Männer und Frauen zusammengenommen, verzichtet sogar morgens auf die Drei-Minuten-Hygiene.

Foto: dpa
Karies

Wer nicht putzt, den bestrafen die Zähne. Das zeigen Studien, die jetzt anlässlich des Tages der Zahngesundheit präsentiert werden. Denn trotz der zahlreichen Pflege- und Putz-Utensilien, trotz Versiegelungslacken und Ultraschallbürsten, trotz "Karius und Baktus", den abschreckenden Bakterien aus einem Comic, und trotz zahlreicher Vorsorgeangebote lächelt nicht einmal jeder Hundertste makellos. 99 Prozent der Deutschen haben mindestens einen von Karies befallenen Zahn, im Durchschnitt sind zwölf Zähne pro Gebiss krank.


Zahnmediziner der Universität Greifswald haben in ihrem Bericht zur Mundgesundheit aber auch positive Tendenzen hervorgehoben: Denn immerhin ist die Zahl der gezogenen Zähne seit 1997 von knapp vier auf durchschnittlich zweieinhalb Zähne pro Mund gesunken. Völlig zahnlos ist nur noch knapp ein Viertel der 65- bis 74-Jährigen. Noch immer fehlen den Senioren in Ostdeutschland mehr Zähne als denen im Westen. Doch dieser Unterschied verringere sich.

"Eine gute Mundgesundheit ist eine wichtige Voraussetzung dafür, sich gesund und wohlzufühlen", sagt Thomas Kocher, Mitautor der Studie. Oftmals werde ein Teil der Zähne bereits im Kindesalter geschädigt. Das sieht man auch daran, dass diejenigen, die fleißig putzen, dafür belohnt werden: Es ist nur eine kleine Teilgruppe der Kinder und Jugendlichen, die die meisten der kariösen Zähne auf sich vereint.


Doch offenbar ist Zähneputzen nach wie vor nicht attraktiv. Eine aktuelle Forsa-Umfrage hat ergeben, dass sich vor allem Männer mit der simplen Regel "Nach jedem Essen das Zähneputzen nicht vergessen!" schwer tun.

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