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19.08.09

Medizingeschichte

Mögliche Todesursache von Mozart geklärt

Über Mozarts Tod wird seit Jahrhunderten spekuliert. Rheumatisches Fieber, Syphilis oder Trichinellose – was geisterten nicht schon alles für Erklärungen durch die Medien. Jetzt gibt es eine weitere: Ende 1791 tobte in Wien eine kleine Epidemie von Pharyngitis. Die könnte auch Wolfang Amadeus Mozart dahingerafft haben.

© dpa
Mozart: mögliche Todesursache geklärt?

Wolfgang Amadeus Mozart könnte nach einer Studie an den Folgen einer schweren Rachenentzündung gestorben sein. Das Musikgenie könne Ende 1791 Opfer einer "kleinen Epidemie" von Pharyngitis geworden sein, die Wien heimgesucht habe, heißt es in einem Bericht für das Fachblatt "Annals of Internal Medicine". Laut Zeitzeugen habe Mozart eine Entzündung mit Fieber gehabt. Er habe dabei eine starke Schwellung im Hals entwickelt sowie Krämpfe, Fieber und einen Ausschlag. Dies seien typische Symptome von Pharyngitis, die zu einer akuten Nierenentzündung führen könne.

Der niederländische Forscher Richard Zegers von der Universtität Amsterdam und Kollegen stützen sich bei ihrer These auf das Todesregister von Wien in den Monaten um den Tod des Musikgenies im Alter von 35 Jahren. Damals habe es viele ähnliche Fälle gegeben. Laut seinem Totenschein starb Mozart an "hitzigem Frieselfieber", wie es in dem Bericht heißt. Dies sei aber kein medizinisch feststehender Begriff, sondern umschreibe eher die Symptome aus Fieber und Ausschlag.

Laut seiner Schwägerin Sophie Haibel sei die Schwellung im Hals Mozarts so stark gewesen, dass sich Mozart im Bett nicht mehr umdrehen konnte. Er sei aber bei Bewusstsein und klarem Verstand gewesen. Nicht ausgeschlossen ist für die Forscher, dass Mozart an Scharlach erkrankte. Dies sei aber aufgrund der Beschreibungen "weniger wahrscheinlich".

Über Mozarts Tod wird seit Jahrhunderten spekuliert. Neben einer Vergiftung durch seinen Rivalen Antonio Salieri tippten Experten unter anderem auf Rheumatisches Fieber, Syphilis oder die Parasitenkrankheit Trichinellose.

Quelle: AFP/cl
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