26.02.13

Kreislaufsystem

Wer anderen selbstlos hilft, hält sein Herz gesund

Ehrenamtliche Tätigkeiten verbessern nicht nur das Leben von anderen, sondern auch unser eigenes. Forscher konnten zeigen, dass sie die Blutwerte verbessern und damit Kreislauferkrankungen vorbeugen.

Foto: picture alliance / akg-images

Eine helfende Hand wie hier auf dem Bild „Der barmherzige Samariter“ von Julius Schnorr von Carolsfeld bringt nicht nur dem Notleidenden etwas
Eine helfende Hand wie hier auf dem Bild "Der barmherzige Samariter" von Julius Schnorr von Carolsfeld bringt nicht nur dem Notleidenden etwas

Ehrenamtliche Arbeit ist einer Studie zufolge nicht nur gut für die Seele, sondern auch für das Herz. Das fanden Forscher an der University of British Columbia im kanadischen Vancouver heraus, wie in der neuen Ausgabe des US-Fachmagazins "Journal of the American Medical Association" (JAMA) zu lesen ist.

Für die Studie wurden 53 Gymnasiasten untersucht, die einmal wöchentlich nach der Schule mit Grundschülern aus der Nachbarschaft arbeiteten. Dieser Gruppe stand eine Kontrollgruppe von 53 Schülern gegenüber, die auf den Wartelisten der Programme für die ehrenamtliche Aufgabe standen.

Bei den Schülern wurden der Body-Mass-Index, Entzündungswerte sowie der Cholesterinspiegel vor der Arbeit sowie zehn Wochen danach gemessen, sagte die Hauptautorin der Studie, Hannah Schreier.

Die ehrenamtlich tätigen jungen Erwachsenen wiesen demnach nach den zehn Wochen geringere Entzündungs- und Cholesterinwerte sowie weniger Körperfett auf als die Oberschüler der Kontrollgruppe. Der Studie zufolge ging es außerdem denjenigen am besten, deren Grad an Empathie und Nächstenliebe sich in dieser Zeit am stärksten erhöhte.

Schreier zufolge treten die ersten Anzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits im jungen Erwachsenenalter auf. Daher wurden für die Untersuchung Oberschüler gewählt.

Lebensverlängernder Effekt bereits bekannt

Ganz überraschend sind diese Ergebnisse nicht. Schon 1999 hatten Forscher der University of Michigan ihre Studie "A little volunteering can prolong your life" im "Journal of Gerontology: Social Sciences" veröffentlicht. Diese Studie zeigte, dass die Menschen, die im vergangenen Jahr 40 Stunden ehrenamtlich tätig waren, eine geringere Wahrscheinlichkeit hatte, in den kommenden siebeneinhalb Jahren zu sterben.

In der Studie wurden mehr als 1200 Amerikaner unter anderem darüber befragt, ob sie ehrenamtlich arbeiten und wie ihr Gesundheitszustand ist.

Der Studienleiter Marc A. Musick fasste damals zusammen, dass die Studie das erste Mal zeige, dass die Menschen wegen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit länger leben - und nicht wegen anderer Faktoren wie etwa einer gesünderen Ernährung. Die aktuelle Studie zeigt nun, dass die lebensverlängernde Wirkung durch ein gesünderes Herz-Kreislaufsystem erzielt wird.

Was genau aber dazu führt, dass die Blutfett- und Entzündungswerte sinken, ist allerdings nach wie vor unklar.

Quelle: AFP/ph
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