01.02.13

Fettgewebe

Neuer Wirkstoff lässt Doppelkinn wegschmelzen

Eine Arznei soll die unschöne Ablagerungen unter dem Kinn bekämpfen. Die Substanz wird ins Fett gespritzt. In Studien hat sich nun gezeigt, dass das funktionieren kann, und das auch relativ sicher.

Foto: picture alliance / Arco Images

Nicht jedem ist das Doppelkinn einerlei. Wer dagegen nicht anders ankommt, kann auf ein Medikament hoffen
Nicht jedem ist das Doppelkinn einerlei. Wer dagegen nicht anders ankommt, kann auf ein Medikament hoffen

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat Fortschritte bei der Entwicklung einer Arznei gegen unschöne Fettablagerungen unter dem Kinn – in der Fachsprache submentales Fett genannt – erzielt. Das Unternehmen traut dem Medikament ATX-101 einen Jahresumsatz bis zu 250 Millionen Euro zu – die USA nicht eingerechnet.

ATX-101 reduziert das Fettgewebe, indem es Adipozyten (Zellen des Fettgewebes) vor Ort abtötet. Fett und abgetötete Adipozyten werden dann durch körpereigene Mechanismen aus der behandelten Körperregion abgeführt.

Das Medikament wurde einmal im Monat direkt ins Fettgewebe gespritzt – bis zu vier Monate lang. Die Patienten wurden von den Studienärzten noch bis zu 12 Wochen nachbeobachtet.

Nebenwirkungen an der Einstichstelle

Patienten meldeten Nebenwirkungen meist an der Einstichstelle. Am häufigsten klagten sie über Schmerzen, Schwellungen, Taubheitsgefühle, Blutergüsse und eine Verhärtung des Gewebes. Die Nebenwirkungen waren meist leicht bis mäßig ausgeprägt und vorübergehend. Laut Bayer gab es keine innerlichen Nebenwirkungen, die aus der Behandlung resultierten.

In zwei zulassungsrelevanten Studien in Europa mit insgesamt 723 Patienten verringerte das Mittel unerwünschte Fettdepots unter dem Kinn, wie Bayer mitteilte. Bei den zwei Studien handelte es sich um Tests der Phase III. Drei solcher Erprobungsphasen muss jedes neue Medikament vor einer Zulassung bestehen.

Bayer arbeitet bei dem Präparat mit der in der Schönheitsmedizin aktiven US-Pharmafirma Kythera Biopharmaceuticals aus Kalifornien zusammen. 2010 schloss Bayer mit Kythera einen Lizenzvertrag, Bayer besitzt danach die Vertriebsrechte außerhalb der USA und Kanada.

Experten rechnen mit einer möglichen Markteinführung in Europa, Asien und Lateinamerika in den Jahren 2014 oder 2015.

Quelle: Reuters/cl
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