22.12.12

Tabletten und Co.

Mit diesen Tricks nimmt das Kind seine Medizin

Kinder tun sich mit der Einnahme von Medikamenten schwer: Nicht jede Arznei kann als süßer Hustensaft daherkommen. Deshalb ist es für Eltern gut, einige Tricks auf Lager zu haben.

Foto: picture alliance / empics

Für Kinder ist eine Arznei oft am einfachsten einzunehmen, wenn sie in flüssiger Form daherkommt
Für Kinder ist eine Arznei oft am einfachsten einzunehmen, wenn sie flüssig ist

Wenn ein kleines Kind Medikamente einnehmen muss, sollte es sich voll und ganz auf die Einnahme konzentrieren können. Läuft nebenbei der Fernseher, ist das kranke Kind schnell abgelenkt und verschluckt sich dadurch leicht. Um das zu vermeiden, ist es außerdem besser, wenn das Kind sitzt beziehungsweise sein Oberkörper aufgerichtet ist. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Manche Kinder haben bis zu einem Alter von zehn Jahren noch Probleme, eine Tablette zu schlucken. "Eltern sollten sich bei ihrem Kinder- und Jugendarzt über eine günstige Darreichungsform beraten lassen. Eine flüssige Arznei – am besten mit gutem Geschmack -, zerstückelte Tabletten oder geöffnete Kapseln sind etwas leichter zu schlucken – wenn diese Form geeignet ist", erläutert Monika Niehaus vom BVKJ.

Medikamente nicht mit Milch geben

Manche Wirkstoffe könnten mit Saft, Tee oder Wasser vermischt werden, um den Medizingeschmack zu reduzieren, sagt sie. Milch, Milchprodukte, Muttermilch oder Grapefruitsaft sind allerdings tabu: Wird das Medikament gleichzeitig damit eingenommen, kann es sein, dass es zu stark oder zu schwach im Körper wirkt.

Bereits vor der Einnahme ist es hilfreich, wenn das Kind etwas trinkt, damit seine Mundhöhle nicht ganz trocken ist. Um das Hinunterschlucken zu erleichtern, können Eltern ihm auch etwas Wohlschmeckendes, zum Beispiel etwas Honig, auf die Zunge legen – vorausgesetzt, die Arznei muss nicht auf nüchternen Magen eingenommen werden.

Bei flüssigen Arzneien eignen sich kleine Messbecher besser als Tee- oder Esslöffel, da letztere sehr ungenau sind und zu Über- oder Unterdosierung führen können. Ohren- und Nasentropfen sind angenehmer, wenn sie in der Hand vorgewärmt wurden.

Hilfsmittel zum Einnehmen

Zäpfchen gleiten besser, wenn sie handwarm sind und mit etwas Wasser abgespült wurden. Cremes oder Öle zum Einführen sind in der Regel weniger geeignet, da sie die Aufnahme des Wirkstoffs beeinträchtigen können. Vaseline kann allerdings benutzt werden.

"Eltern sollten bei der Arzneigabe versuchen, eine positive Haltung einzunehmen, denn Kinder orientieren sich an ihnen", rät die in Weimar als Kinder- und Jugendärztin tätige Niehaus. "Ein vierjähriges Kind kann unter ihrer Anleitung mit seiner Puppe oder selber mit einer kleinen Kuchendekoration die Einnahme spielerisch üben."

Wenn Eltern ihr Kind loben und ihm eventuell eine Belohnung in Aussicht stellen, fällt die Prozedur womöglich leichter. "Ältere Kinder sollte der Vater oder die Mutter darüber aufklären, wie das Medikament ihnen hilft", sagt Niehaus.

Quelle: dpa/cl
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Kult-Kalender Bei Pirelli dreht sich diesmal alles um Fetisch
Ausgestopft Hier lebt Eisbär Knut ewig weiter
Pakistan Lynchmord wegen Facebook-Kommentar
Yukos-Urteil Russland muss Mega-Schadenersatz zahlen
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Abfahrt

Weltreise im Oldtimer - Heidi Hetzer bricht auf

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote